Autor: Daniela

  • kurz erklärt: Autismus-Spektrum

    Das Autismus-Spektrum bezeichnet eine Gruppe neurologischer Unterschiede, die Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Kommunikation betreffen. „Spektrum“ bedeutet, dass die Ausprägungen sehr unterschiedlich sein können: Manche Betroffene haben starke Unterstützungserfordernisse, andere führen ein weitgehend selbstständiges Leben. Autismus ist keine Krankheit, sondern eine neurobiologische Variation, die bestimmte Stärken, aber auch Herausforderungen mit sich bringt. Dazu gehören oft besondere Wahrnehmungen,…

  • kurz erklärt: Schizoaffektive Störung

    Die schizoaffektive Störung ist eine psychische Erkrankung, die Merkmale von Schizophrenie und affektiven Störungen (Depression oder Manie) kombiniert. Betroffene erleben psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen gleichzeitig oder abwechselnd mit starken Stimmungsschwankungen. Anders als bei reiner Schizophrenie treten bei der schizoaffektiven Störung deutliche emotionale Veränderungen auf, die oft den Alltag und zwischenmenschliche Beziehungen zusätzlich belasten.…

  • kurz erklärt: Vermeidend-aggressive Persönlichkeitszüge

    Vermeidend-aggressive Persönlichkeitszüge beschreiben ein Muster von Verhalten und Erleben, bei dem Menschen einerseits Nähe und Anerkennung suchen, andererseits aber Konflikte, Kritik und direkte Konfrontationen meiden und Aggressionen eher indirekt ausdrücken. Dieses Persönlichkeitsmuster ist keine offiziell eigenständige Persönlichkeitsstörung im DSM-5, wird aber häufig in der Praxis beobachtet. Betroffene kombinieren soziale Zurückhaltung, Unsicherheit und Sensibilität mit subtilen…

  • kurz erklärt: Exekutive Dysfunktion

    Exekutive Dysfunktion beschreibt eine Beeinträchtigung der Exekutiven Funktionen, also der kognitiven Fähigkeiten, die für Planung, Organisation, Impulskontrolle und zielgerichtetes Handeln zuständig sind. Anders als bei reinen Gedächtnisproblemen geht es hier um die Fähigkeit, Informationen zu nutzen, Entscheidungen zu treffen, Prioritäten zu setzen und Handlungen konsequent umzusetzen. Diese Dysfunktion tritt häufig bei ADHS, Traumafolgen, Depressionen, neurologischen…

  • kurz erklärt: Exekutive Funktionen

    Exekutive Funktionen (EF) sind ein Set kognitiver Fähigkeiten, die unser Planen, Organisieren, Entscheiden, Handeln und Kontrollieren von Verhalten steuern. Sie werden oft als „Management-System“ des Gehirns bezeichnet und sind entscheidend, um Ziele zu setzen, Schritte zu planen und Impulse zu regulieren. Diese Funktionen entwickeln sich über die Kindheit hinaus und sind bei jedem Menschen unterschiedlich…

  • kurz erklärt: ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

    ADHS ist eine neurologisch bedingte Entwicklungsstörung, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vorkommt. Sie zeigt sich in Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit zu halten, Impulse zu kontrollieren und bei hyperaktiven Varianten auch in erhöhter motorischer Aktivität. Anders als oft angenommen, handelt es sich nicht nur um „Zappeligkeit“ oder Unaufmerksamkeit. ADHS betrifft die Funktionsweise des Gehirns, insbesondere die Regulation…

  • kurz erklärt: Histrionische Persönlichkeitsstörung

    Die histrionische Persönlichkeitsstörung (HPS) ist eine Persönlichkeitsvariante, bei der Menschen ein starkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bestätigung zeigen. Emotionen und Verhalten wirken häufig dramatisch oder übertrieben, was für Außenstehende auffällig ist. Histrionische Menschen möchten im Mittelpunkt stehen, ihre Gefühle ausdrücken und Einfluss auf andere nehmen. Dies kann sich in Beruf, Partnerschaft, Familie oder sozialen…

  • kurz erklärt: Vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

    Die vermeidend-selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (VSP) beschreibt eine dauerhafte Persönlichkeitsstruktur, bei der Menschen ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Anerkennung haben, gleichzeitig aber intensive Angst vor Kritik, Ablehnung oder Zurückweisung empfinden. Betroffene ziehen sich daher häufig aus sozialen Situationen zurück oder vermeiden neue Herausforderungen, obwohl sie sich innerlich nach Verbindung und Bestätigung sehnen. Im Kern geht es…

  • kurz erklärt: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) ist eine psychologische Persönlichkeitsvariante, bei der das Selbstbild stark von Bewunderung und Bestätigung durch andere abhängt. Menschen mit dieser Persönlichkeitsstruktur zeigen ein übersteigertes Bedürfnis nach Anerkennung, während ihr Selbstwertgefühl gleichzeitig fragil ist. Sie haben oft ein starkes Verlangen, als besonders, erfolgreich oder einzigartig wahrgenommen zu werden, und reagieren empfindlich auf Kritik…

  • kurz erklärt: Borderline-Persönlichkeitsstörung

    Die Borderline–Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine psychische Persönlichkeitsvariante, bei der intensive Gefühle, instabile Beziehungen und Impulsivität eine zentrale Rolle spielen. Menschen mit BPS erleben Emotionen oft sehr stark und unmittelbar, wodurch ihr Verhalten auf Außenstehende manchmal unvorhersehbar oder extrem wirkt. Anders als bei vorübergehenden Stimmungsschwankungen handelt es sich bei BPS um ein dauerhaftes Muster, das verschiedene…