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  • Entspannt als Ein-Eltern-Familie – so gelingt es in 4 Schritten

    Wer ärgert sich manchmal über seine:n Ex? Wer wünscht sich, dass das Verhältnis zueinander entspannt ist? Wer sich manchmal in seinem Alltag mit den Kindern überfordert? Wer befindet sich manchmal an seiner Belastungsgrenze? In Deutschland leben 8 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. 19% davon sind Ein-Eltern-Familien. 90% der Alleinerziehenden sind Mütter. Und fast alle von ihnen fühlen sich mindestens hin und wieder mental überfordert, entspannt sind sie schon lang nicht mehr. Doch es gibt Möglichkeiten, deine Anspannung aus der Unzuverlässigkeit deines Ex-Partners herauszunehmen und dich so häufiger entspannt zu fühlen.

    Einheitliche Erziehungsmethode adé – entspannt geht trotzdem

    Nach einer Trennung gestaltet sich die Erziehung des Kindes häufig noch schwieriger als zuvor. Während man als Paar noch versucht einen gemeinsamen Nenner zu finden und in eine Richtung zu gehen, möchten nach einer Trennung beide Elternteile ihr Ding durchziehen. Das kann an die Substanz gehen. Muss es aber nicht. Der erste Schritt auf deinem Weg zu einem entspannten Alleinerziehenden ist das Loslassen. Das Loslassen des Gedankens, dass ihr beide die gleichen Regeln aufstellen müsst, dass ihr beide die gleichen Werte vermitteln müsst. Schön – und entspannt – wäre es, natürlich. Aber einen Streit und damit deine Energie sollte es nicht wert sein. Denk doch mal an Oma & Opa, die Kita oder Schule deines Kindes und seine Freunde und deren Eltern. Wo auch immer dein Kind seine Zeit verbringt, es weiß ganz genau, wo welche Regeln gelten, es weiß genau, wo es was darf und woran es sich zu halten hat. Das schafft das Kind auch bei Mama & Papa!

    Entspannt bleiben – lass dich nicht provozieren!

    Frisch getrennte Eltern, manchmal aber auch noch Jahre nach dem Ende der Beziehung, neigen gern dazu, sich gegenseitig schlecht zu machen, sich zu erpressen oder sich anderweitig zu provozieren. Wenn sich der eine nicht wie gewünscht verhält, untersagt der andere den Kontakt zu den Kindern oder ähnliche Aussagen sind in solchen Fällen keine Seltenheit. Ein entspanntes Miteinander ist in dieser Situation nicht möglich. Lass dich auf derartige Spiele nicht ein. Sei klar und deutlich in deiner Kommunikation, halte Absprachen am besten schriftlich fest und ziehe in schwierigen Situationen notfalls außenstehende mit in die Gespräche ein.

    Bleib entspannt – du wirst deine:n Ex nicht ändern

    Eine weitere Option zu mehr Entspannung als Alleinerziehende:r ist die Erkenntnis, dass du deine:n Ex nicht ändern wirst. Was auch immer er oder sie sagt, tut und auch nicht tut, liegt nicht in deiner Hand. Wenn du dich aber darüber ärgerst, raubt es dir Energie. Energie, die du für andere, für wichtigere Dinge benötigst. Nimm den Charakter des anderen entspannt an und steht darüber.

    Entspannt bleiben – ärgere dich nicht über etwas, das du nicht ändern kannst

    Die Schlussfolgerung daraus ist also: Ärgere dich nicht über Dinge – und Menschen – , die du nicht ändern kannst. Was auch immer dein:e Ex, tut, lass ihn oder sie machen. Wenn die Umgangspflichten nicht wahrgenommen werden oder die Zahlungsmoral beim Unterhalt zu wünschen übrig lässt, hole dir professionelle Unterstützung anstatt deine wertvolle Energie dafür aufzubringen. Diese Zeit kannst du besser in schöne Erinnerungen mit deinem Kind investieren – das entspannt zusätzlich.

    Entspannt genießen – verabschiede dich vom alles-ist-unfair-Gedanken

    Eine Trennung ist niemals schön. Eine Trennung mit Kind ist zudem meist unglaublich schwierig. Denn jeder der sich trennenden Erwachsenen fühlt sich benachteiligt: Der eine muss aus der Wohnung ausziehen, der andere muss in dem vorher gemeinsam bewohnten Zuhause einen Neubeginn schaffen. Der eine hat viel Zeit mit den Kindern, der andere hat viel Zeit für sich. Der eine hat kaum Anteil am Alltag des Kindes, der andere hat kaum Zeit für sich. Finanziell sieht es bei beiden nicht rosig aus, doch sehen tut jeder nur seine Seite. Das Kind steht dabei mittendrin. Es versteht die Welt nicht mehr und es bekommt von beiden Elternteilen die Anspannung mit. Das kannst du ändern, indem du deine neue Situation annimmst. Richte deinen Fokus auf das Wohl des Kindes aus, deines Kindes. Das Kind kann nichts für die Trennung, die Streitigkeiten oder das an den Tag gelegte Verhalten. Dein Kind möchte Sicherheit, Liebe und … Eltern. Fokussiere dich auf dein Kind und die guten Seiten deines Elternparts. Wenn du dabei Unterstützung benötigst, begleite ich dich gerne im Rahmen eines individuellen Familiencoachings auf deinem Weg zu einem entspannten alleinerziehenden.

    Und bis dahin:

    Lass den Gedanken an eine gemeinsame Erziehung los! Lass dich nicht provozieren! Ärgere dich nicht über deine:n Ex! Fokussiere dich stattdessen auf dich und dein Kind und denk daran:
    Alleinerziehend zu sein bedeutet nicht nur doppelt Arbeit, Stress & Tränen, alleinerziehend zu sein bedeutet auch doppelt so viel Küsschen, Umarmungen & Liebe!
  • Gewaltfreie Kommunikation – Vorteile für dich und dein Unternehmen

    Kommunikation ist überall. Wenn verschiedene Menschen aufeinandertreffen, kommt es hin und wieder zu Konflikten. Das ist im Privatleben ebenso wie im Berufsalltag, Meinungsverschiedenheiten gehören zu unserem Leben dazu. Wenn Probleme oder Missverständnisse aber unausgesprochen bleiben oder als Vorwurf kommuniziert werden, ist das belastend für die Betroffenen. Im geschäftlichen Umfeld zudem sogar häufig teuer. Laut einer KPMG-Studie verbringen Vollzeit-Angestellte im Schnitt 48 bis 72 Minuten ihrer täglichen Arbeitszeit mit Streitereien. Rechne das einmal auf den Stundensatz der Mitarbeiter um – das ist eine Menge Geld, das für Streitereien aufgebracht werden muss. Dabei sind es jedoch nicht die Konflikte an sich, die anzuprangern sind, sondern vielmehr der Umgang mit ihnen. Stell dir einmal folgende Situation vor: Das Meeting beginnt. Doch anstatt über das Projekt zu sprechen, wird ein Plausch gehalten – über das Wochenende, den Urlaub oder andere, an dieser Stelle unwichtige, Dinge. Daraus resultiert, dass das Meeting (deutlich) länger dauert als geplant und sich dein Feierabend nach hinten verschiebt. Abends kommst du dadurch zu spät zu deiner Verabredung und lässt dich daher bei deiner Familie oder deinen Freunden über diese unnütze Zeitverschwendung und die daran beteiligten Kollegen aus. Und über ein paar weitere wird auch noch geschimpft. Dadurch wird sich wahrscheinlich nichts ändern. Im Gegenteil. Immer wieder gerätst du in ähnliche Situationen und deine Laune wird immer schlechter. Hinzu kommt, dass dich die Kollegen, über die du nach der Arbeit schimpfst, beginnen dich zu meiden. Ziemlich blöde Situation, oder?

    Kommunikation geht auch anders

    Es gibt die Möglichkeit, einen empathischen Kontakt zum Gegenüber herzustellen. Basis ist die von Marshall B. Rosenberg entwickelte Methode der Gewaltfreien Kommunikation, kurz GFK. Sie ist angelehnt an Mahatma Gandhis gewaltfreien Widerstand. Aufgebaut ist diese Art der Kommunikation in vier Bereiche:
    1. Wertfreie Beobachtung: Was sehe ich?
    2. Wahrnehmung von Gefühlen: Was fühle ich?
    3. Bedürfnisse erkennen: Was brauche ich?
    4. Bitten zur Bedürfnis-Erfüllung formulieren: Wie bekomme ich, was ich brauche?
    Allein mit dem Lesen eines Artikels über gewaltfreie Kommunikation wirst du Konflikte noch nicht neu bewerten können, aber mit etwas Übung funktioniert es gut. Dafür gehst du die vier Schritte einzeln durch:

    Gewaltfreie Kommunikation beginnt mit einer wertfreien Beobachtung

    Beobachte eine Situation wertfrei. Das bedeutet, dass du dir die Situation ansiehst, aber dir keine Meinung darüber bildest. Du siehst objektiv zu, ohne Emotionen, ohne Wertung, ohne Beurteilung. Gerne nimmst du dir ein wenig Abstand und wirfst mit diesem einen weiteren Blick auf die Geschehnisse. Übung: Setz dich in einen Park und beobachte die Menschen dort. Überlege dir, was du siehst. Urteile nicht über das Gesehene, sondern konzentriere dich ausschließlich auf die Fakten. Du könntest etwa einen älteren Herren mit einer hübschen, jüngeren Dame spazieren gehen sehen. Anstatt nun zu denken „Das ist bestimmt ihr Vater“, „Der sieht aber glücklich aus“, „Sie muss ihn bestimmt pflegen“ oder „Wie kommt denn der Alte zu so einer jungen, attraktiven Frau?“, stelle fest, was du siehst. Die beispielhaften Gedanken sind alles Meinungen oder Wertungen, du aber stellst lediglich fest, was du tatsächlich siehst.

    Wahrnehmung von Gefühlen

    Im nächsten Schritt zu einer gewaltfreien Kommunikation nimmst du nun deine Gefühle wahr. Höre in dich hinein und achte darauf, welche Emotion die gesehene Situation in dir auslöst. Ignoriere nichts, urteile nicht übereilt, höre ganz tief in dich hinein. Nimm deine Gefühle wahr und wenn du möchtest, offenbarst du diese auch deinem Gegenüber. Übung: Welche Gefühle lösen die im Park gesehenen Menschen und Situationen bei dir aus? Bist du eifersüchtig („Wie kommt denn der Alte zu so einer jungen, attraktiven Frau?“) oder aufopferungsvoll („Sie muss ihn bestimmt pflegen“), sind deine Emotionen eher positiv („Der sieht aber glücklich aus“) oder eher negativ („Die will bestimmt nur sein Geld“)? Tipp: Ein Gefühl ist es, wenn du sagen kannst „Ich bin…“ oder „Ich fühle…“, eine Meinung ist es, wenn du sagst „Ich denke, dass …“ oder „Meiner Meinung nach…“.

    Bedürfnisse erkennen, um eine wertfreie Kommunikation zu führen

    Die entstandenen Gefühle werden ausgelöst, weil dahinter ein Bedürfnis steckt. Wird dieses Bedürfnis gestillt, entsteht ein positives Gefühl – wird es jedoch nicht gestillt, entwickelt sich ein negatives Gefühl. Übung: Überlege dir, welches Bedürfnis nicht gestillt wurde, damit sich das bei dir entstandene Gefühl entwickeln konnte. Was brauchst du in diesem Moment, um in ein gutes Gefühl zu kommen?

    Bitten zur Bedürfnis-Erfüllung formulieren

    Du weißt jetzt, warum du ein (negatives) Gefühl bekommen hast. Das hilft dir, dich selbst und dein Verhalten besser zu verstehen. Anstatt sich insgeheim zu ärgern oder mit anderen, unbeteiligten Personen, über ärgerliche Situation zu sprechen, geht es in der gewaltfreien Kommunikation darum, eine Lösung zu finden. Handlungsorientiert ist hierbei das Zauberwort. Das bedeutet, dass du in Konfliktsituationen selbst aktiv wirst und das formulierst, was du im dritten Schritt herausgefunden hast. Bitte darum, dass dein Bedürfnis gestillt wird. Übung: Überlege einmal, was für eine Bitte das in der am Anfang beschriebenen Meeting-Situation sein könnte.

    Gewaltfreie Kommunikation – was ist das?

    In der gewaltfreien Kommunikation geht es um Ich-Botschaften anstatt um Du-Ansagen. Dabei stehen dir verschiedene Vorgehensweisen zur Verfügung:
    • Du äußerst, was du benötigst.
    • Du reagierst empathisch auf dein Gegenüber.
    • Du vermittelst deinem Gegenüber, dass du nicht ihn als Menschen, sondern lediglich die aktuelle Situation kritisierst.
    • Du änderst deine Sicht auf die Dinge.
    Anstatt dass du dem anderen vorwirfst, was er oder sie falsch gemacht hat, kommunizierst du, was du benötigst, um wieder in ein gutes Gefühl zu kommen.

    Wertschätzende Kommunikation

    Gemeinsam haben all diese Optionen die Wertschätzung. Nicht nur Wertschätzung den anderen gegenüber, sondern auch dir selbst. Du gibst deinen Gefühlen und Gedanken Raum, du hinterfragst deinen ersten Impuls und du löst dadurch auch herausfordernde Situationen wertschätzend für alle Beteiligten. Anstatt in den Angriff zu gehen und Sätze zu beginnen mit „Du hast aber xy falsch gemacht!“ öffnest du dich deinem Gesprächspartner mit Satzanfängen wie „Mir geht es dabei nicht gut, weil…“ und nimmst damit die Aggression aus der Kommunikation und damit auch der Situation heraus. Aus einer Kommunikation mit Vorwürfen, Lästereien und Unterstellungen wird so ein empathischer, effizienter und wertschätzender Umgang. Mit deinen Mitmenschen und dir selbst.

    Übung macht den Meister – auch bei der Kommunikation

    Wertschätzende Kommunikation ist geprägt von Lösungen, anstatt von Angriffen und Schuldzuweisungen. Einfach ist diese Art der Kommunikation nicht, doch die Übung lohnt sich. Nicht nur für den Berufsalltag, sondern auch im Privatleben. Familien werden harmonischer, Freundschaften intensiver und sogar oberflächliche Kontakte werden positiver, wenn wir wertschätzend miteinander umgehen.

    Vorteile einer wertschätzenden Kommunikation im Berufsalltag

    Mit einer wertschätzenden Kommunikation kannst du, unabhängig deiner hierarchischen Position, deinen Berufsalltag optimieren.
    • Du selbst bekommst Klarheit über deine Wünsche und Bedürfnisse. Die wiederum helfen dir, deine Ziele zu definieren und zu konkretisieren.
    • Mitarbeitergespräche und Meetings werden authentischer und lösungsorientierter, meist auch effizienter und effektiver.
    • Arbeitsprozesse werden lösungsorientierter und damit effektiver.
    • Du kannst mit GFK einen positiven Veränderungsprozess in der Organisationsentwicklung anstoßen, wenn rund eine Stunde Arbeitszeit pro Vollzeit-Mitarbeiter nun täglich mehr zur Verfügung steht.
    • Nachhaltige Ziele für Unternehmen, Führungskraft und Mitarbeiter werden gefunden.
    Ein wertschätzender Führungsstil wirkt sich positiv auf die Fluktuation und die Mitarbeiterzufriedenheit, damit auch auf die Krankentage und somit auf die finanziellen Mittel des Unternehmens aus. Mitarbeiter und Kunden begegnen einer wertschätzenden Kommunikation mit Loyalität und Effizienz. Das geht so weit, dass Empathie im Beschwerde-Management sogar die Kundenbindung stärken kann. Kurz gesagt: Wertschätzung führt zu Wertschöpfung.  
    Kommunizierst du wertschätzend mit deinen Mitmenschen?
  • Bewerber – Gutes Bewerbermanagement erfordert Kommunikation

    Jobs sind heutzutage viele ausgeschrieben, die Gründe für einen Jobwechsel vielfältig. Auf gute Stellen gehen zahlreiche Bewerbungen ein. Keine leichte Aufgabe für das Personalwesen, die offene Position optimal zu besetzen. Oftmals wird daher mit automatisierten Nachrichten gearbeitet: als Eingangsbestätigung, als Bitte, eine Verzögerung zu akzeptieren, als Absage. Doch es gibt auch Unternehmen, die sich nach eingegangenen Unterlagen gar nicht mehr melden. Ab einem beliebigem Schritt im Bewerbungsprozess tauchen sie einfach ab. Das verunsichert im ersten Step, im zweiten ist es ärgerlich. Denn auch der sich Bewerbende hat Zeit und Mühe in die Kommunikation mit dem potentiellen neuen Arbeitgeber gelegt.

    Wie also verhält sich das suchende Unternehmen richtig?

    In der menschlichen Kommunikation können wenige Fragen pauschal richtig für alle beantwortet werden. Viele Fragen aber können beantwortet werden, indem sich der Fragende überlegt, wie er sich die Kommunikation wünschen würde, stünde er auf der anderen Seite. So gibt es auch im Bewerbungsprozess keinen allgemeingültigen Leitfaden. Jedoch wirkt es sich positiv auf Arbeitsuchende aus, wenn sie in die Abläufe, den Zeitplan und die nächsten Schritte des Unternehmens eingebunden werden. So ist, auch eine automatisch versendete, Eingangsbestätigung der erste wichtige Kontakt zum Bewerber. In dieser bedankt sich das Unternehmen für die Unterlagen und das Interesse an der ausgeschriebenen Stelle. Hier kann der potentielle Arbeitgeber punkten, wenn er einen zeitlichen Rahmen für den nächsten Schritt mitteilt. Das könnte ein Hinweis sein, dass die Bewerbungsfrist erst zu einem gewissen Datum endet und die Entscheider sich erst im Anschluss daran mit den eingegangen Unterlagen beschäftigen werden. Eine Rückmeldung erhält der Bewerber dann bis zu einem konkret genannten Datum. So weiß der Bewerber, was mit seinen Unterlagen passiert.

    Der nächste Schritt: Einladung zum Gespräch

    Wenn nun der Bewerber eingeladen wird, endet das Gespräch oftmals mit einer Aussage wie „Wir melden uns.„. Ziemlich unkonkret. Wenn der Personaler aber sagt „Vielen Dank für das Gespräch. Wir führen in den kommenden Tagen noch weitere Gespräche und melden uns dann bis Freitag in zwei Wochen bei Ihnen.“ weiß der Bewerber, bis wann er eine Rückmeldung erhält. Diese genannte Frist sollte auch eingehalten werden. Kommen unvorhergesehene Dinge dazwischen, ist ein Update an den Bewerber fair. „Lieber Bewerber, leider verzögert sich der Bewerbungsprozess auf Grund ungeplanter Ereignisse um 3 Wochen.“ Der Bewerber weiß nun, dass er nicht in Vergessenheit geraten ist und fühlt sich wertgeschätzt.

    Ruf des Unternehmens

    Auch, wenn dem Bewerber letztendlich eine Absage erteilt wird, bleibt ein offen kommunizierendes Unternehmen mit einem positiven Gefühl im Kopf des Bewerbers. Steigt das Unternehmen aus dem Bewerberprozess an irgendeiner Stelle wortlos aus, wird der Bewerber das negativ zur Kenntnis nehmen. Er wird das Unternehmen eventuell nicht mehr empfehlen, sein Angebot nicht mehr nutzen oder eine schlechte Bewertung hinterlassen. Die benötigte Zeit spielt eine untergeordnete Rolle, vielmehr kommt es auf die Zuverlässigkeit der Aussagen an. Daher ist es ratsam, einen begonnenen Prozess abzuschließen. Und sei es mit der kurzen Information, dass sich für jemand anderes entschieden wurde.   Insbesondere für kleinere Unternehmen, die nicht viele Stellen besetzen und daher keine eigene Personalabteilung vorweisen, ist eine wertschätzende Kommunikation wichtig. Bewerber-Kommunikation kann gut an einen Dienstleister vergeben werden, wahlweise inklusive einer Sondierung der Kandidaten, wahlweise inklusive dem Führen von Erstgesprächen. Wenn Sie hierbei Unterstützung benötigen, melden Sie sich gerne bei mir.
  • Kinder – Warum ich das Arbeiten mit ihnen so liebe

    Kinder sind etwas ganz Wunderbares. Sie zeigen uns oft eine Welt, die wir Erwachsenen bereits vergessen haben. Sie sind unbedarft, fröhlich und haben noch k(l)eine Päckchen zu tragen. Zumindest sollte das so sein. Immer häufiger aber kommt es vor, dass schon Kinder eine Last mit sich herumschleppen, die sie noch nicht tragen können. Oftmals geht es dabei um Trennungen der Eltern oder Mobbing. Wusstest du, dass Mobbing von Kindern in Grundschulen häufiger vorkommt als in weiterführenden Schulen? Verrückt, oder? Und genau bei diesen nicht mehr kleinen Päckchen setzt meine Arbeit an.

    Wie coache ich Kinder?

    Eine meiner Haupttätigkeiten im Coaching mit Kindern sind Gruppenkurse. Aktuell lediglich online, eigentlich aber als Präsenzkurse konzipiert, geht es in diesen Kursen vor allem darum, den Kindern Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstliebe zu vermitteln. Geeignet sind diese Kurse für Kinder ab 5 Jahre, als etwa Vorschulalter. Spielerisch und altersgerecht lernen die Kinder in den Gruppenkursen Techniken und Methoden, wie sie sich vor Beleidigungen schützen können, was sie tun können, wenn ihnen jemand etwas wegnimmt oder wie sie sich richtig Hilfe holen. Sie lernen, ihren Gefühlen und damit sich selbst zu vertrauen und sie werden sich ihrer eigenen Stärken bewusst und wissen, wie sie sowohl diese als auch ihre Schwächen für sich nutzen können. Diese Gruppenkurse werden von Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Schulanschlussbetreuungen gebucht, momentan biete ich vorwiegend offene Kurse an, die die Eltern in der Freizeit der Kinder buchen. In beiden Varianten biete ich zudem Elternabende an. Hierbei gebe ich Tipps, wie die Eltern ihr Kind zuhause bestmöglich in der Umsetzung des Gelernten unterstützen und begleiten können.

    Einzelcoaching mit Kindern

    Ein kleinerer, aber mir der allerliebste, Teil meiner Arbeit ist das Einzelcoaching. Das kommt zum Einsatz, wenn die Thematik in der Familie oder bei dem Kind individueller ist oder einer konkreten Anleitung bedarf. Wie der Name schon sagt, arbeite ich nur mit einem Kind oder einer Familie zusammen. Ganz individuell und bedarfsorientiert. Ihre persönlichen Herausforderungen werden konkret angegangen. Hierfür sollte das Kind schon ein bisschen älter sein – ab etwa 7 Jahren ist ein Einzelcoaching möglich, in Ausnahmen auch bei jüngeren Kindern. Kinder sind wissbegierig – auch im Coaching Kinder wollen die Welt entdecken! Alles hat für sie einen Zauber, alles ist spannend, alles wollen sie genau betrachten. Es sind wir Erwachsenen, die ihnen das quasi abtrainieren. Dadurch, dass wir keine Zeit haben, zur Eile aufrufen oder es uns schlicht langweilt, eine gefühlte Ewigkeit am Straßenrand einen Regenwurm zu beobachten. Eile und Multitasking sind die Basis unseres Lebens, Konzentration auf nur eine Sache – und da gehören leider auch häufig die Kinder dazu – ist seltener geworden. Wenn ich mit Kindern arbeite, gehört diese Zeit nur den Kindern oder dem einzelnen Kind. Ich lasse sie erzählen, höre ihnen zu und urteile nicht über ihre Worte. Sie dürfen mir ihre Sicht der Dinge erzählen, sie dürfen offen und ehrlich all ihre Gedanken und Gefühle mitteilen. Das ist für das Kind oft eine neue Situation und nicht selten wird sie zur Herausforderung. Doch wenn das Kind einmal Vertrauen gefasst hat und merkt, dass die Techniken tatsächlich funktionieren, kann es die nächste Stunde meist gar nicht mehr abwarten, um mir davon zu erzählen.

    Mein liebstes Coaching-Tool bei der Arbeit mit Kindern

    Coaching-Methoden und Techniken gibt es zuhauf. Namen dazu noch viel mehr. Meine liebste Methode im Coaching, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sowie in Unternehmen und Familien gleichermaßen, ist genau genommen eine Kombination aus zwei Techniken. Die eine kenne ich unter dem Namen „future pace“, die andere unter der Bezeichnung „Zeitlinien“. Beim future pace arbeite ich mir einer hypothetischen Fragestellung. Ich erfrage die Gefühle, die das Kind haben wird, wenn es sein Ziel bereits erreicht hätte. Damit möchte ich das Kopfkino aktivieren und das Kind zur Umsetzung motivieren. Die Zeitlinien bedienen sich einer sehr ähnlichen Vorgehensweise: Gedanklich fliege ich mit dem Kind zweimal in die Zukunft. Einmal in eine Zukunft, wenn es morgen alles genauso weitermacht wie es das bis heute getan hat. Ich lasse das Kind sich richtig in diese Zukunft einfühlen bevor ich es wieder ins Hier und Jetzt hole. Wie bei Charles Dickens Weihnachtsgeschichte kommt dann aber noch die zweite Zukunft. Die Zukunft, die das Kind erleben wird, wenn es heute an seiner Herausforderung etwas ändert und in die Umsetzung geht. Auch in diese Zukunft lasse ich das Kind tief eintauchen, bevor ich die Situation auflöse. Ziel ist auch bei dieser Methodik, das Kind zur Umsetzung zu bewegen. Es soll seine Priorität erkennen und auf Grund derer eine Entscheidung treffen. Durch die zwei unterschiedlichen Zukunftsformen realisiert das Kind, dass seine Entscheidungen von heute wegweisend für die Gefühle in seiner Zukunft sind.

    Mobbing – ein hartes Thema, auch für Kinder

    Eins meiner Kernthemen in der Coaching-Arbeit ist das Mobbing. Kein einfaches Thema, aber da immer mehr Kinder davon betroffen sind, umso wichtiger. Die Arbeit mit Kindern zum Mobbing findet ebenfalls sowohl in der Gruppe als auch einzeln statt. Der Kern ist in beiden Varianten der gleiche: Ich baue mit dem Kind gemeinsam sein Selbstvertrauen und sein Selbstbewusstsein auf, um es in die Selbstliebe zu bringen. Denn erst dann kann das eigentliche Problem, das Mobbing, angegangen werden. Meine liebste Technik-Kombination kommt dabei im Einzelcoaching immer, in den Gruppencoachings bei Kindern eher selten, zum Einsatz. Die Kinder haben in beiden Coachingvarianten Spaß an den Übungen. Sie lachen viel, obwohl die Thematik ja doch eher schwer ist. Sie schlüpfen auch einmal in die Rolle des anderen und merken, was alles in ihnen steckt. Sowohl in einem Kurs als auch in den Einzelcoachings darf ich das Kind über einen gewissen Zeitraum begleiten. Ich darf an seiner Entwicklung teilhaben und sehen, wie es wächst.

    Was macht das Coaching von Kindern so besonders?

    Und genau dieses Wachsen sehen ist der schönste Teil an meiner Arbeit mit Kindern. Erwachsene sind häufig verkopft. Kinder sind wesentlich unbedarfter und oft auch offener. Natürlich haben auch Kinder Respekt vor und nicht immer Lust auf die Umsetzung, doch sind Kinder in der Lage, ihre Priorität schnell und klar festzulegen. Beim Mobbing etwa lautet die: Ich will glücklich sein. Erwachsene finden an dieser Stelle häufig weitere Probleme. Ausreden könnte man auch sagen. Kinder sind da anders. Und sie freuen sich auch anders: Wenn ich mit Erwachsenen eine Herausforderung gelöst habe, freuen sie sich natürlich. Eltern ebenso wie Führungskräfte und Angestellte in Unternehmen. Aber nichts kommt gegen das Gefühl an, dass die strahlenden Kinderaugen mir geben, wenn sie selbst ein so großes Päckchen wie Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein erarbeitet haben.