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  • Inneres Kind heilen – 5 Tipps

    Ein inneres Kind haben wir alle. Die Heilung unseres inneren Kindes ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem erfüllten und glücklichen Leben. Unser inneres Kind repräsentiert unsere Kindheitserlebnisse, Prägungen und Emotionen, die wir bis heute in uns tragen. Indem wir uns liebevoll um unser inneres Kind kümmern, können wir alte Wunden heilen und uns selbst tiefe emotionale Befreiung ermöglichen.

    Hier sind 5 Tipps, wie du dein inneres Kind heilen kannst:

    1. Achtsame Selbstreflexion für ein glückliches inneres Kind

    Nimm dir regelmäßig Zeit, um dich mit deinem inneren Kind zu verbinden. Gehe in dich und erinnere dich an deine Kindheitserlebnisse. Wie hast du dich damals gefühlt? Welche Bedürfnisse wurden nicht erfüllt? Indem du dich achtsam damit auseinandersetzt, kannst du alte Wunden erkennen und sie liebevoll heilen.

    2. Innere Dialoge

    Führe liebevolle Gespräche mit deinem inneren Kind. Sprich ihm Mut zu, sei fürsorglich und unterstützend. Gib ihm die Liebe und Aufmerksamkeit, die dein inneres Kind in der Vergangenheit vielleicht nicht bekommen hat. Diese inneren Dialoge helfen dabei, alte Verletzungen zu heilen und das innere Kind zu stärken.

    3. Kreative Ausdrucksformen für dein inneres Kind

    Finde kreative Wege, um dein inneres Kind auszudrücken. Male, zeichne, tanze oder singe – alles, was dir Freude bereitet und dich mit deinem inneren Kind verbindet. Durch kreative Ausdrucksformen kannst du tief verankerte Emotionen zum Ausdruck bringen und sie transformieren.

    4. Grenzen setzen – für dein inneres Kind und dich

    Lerne, klare und gesunde Grenzen zu setzen. Oftmals wurden als Kinder unsere Grenzen nicht respektiert, was zu Verletzungen geführt hat. Indem du jetzt deine eigenen Grenzen definierst und einhältst, zeigst du deinem inneren Kind, dass es sicher und geschützt ist. Dies ermöglicht Heilung und eine gesunde Entwicklung.

    5. Selbstfürsorge

    Sei gut zu dir selbst und pflege dein inneres Kind, deine Bedürfnisse. Sorge für ausreichend Ruhe, Entspannung und Freude in deinem Leben. Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst und tu Dinge, die dir guttun. Indem du dich um deine eigene Bedürfnisse kümmerst, sorgst du auch für dein inneres Kind und förderst seine Heilung.

    Die Heilung des inneren Kindes ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Doch wenn du dich liebevoll um dein inneres Kind kümmerst, wirst du eine tiefe innere Transformation erfahren und ein erfülltes Leben führen können.

    Starte heute damit, dein inneres Kind zu heilen und spüre die positive Veränderung in deinem Leben. Du hast es verdient, glücklich und frei zu sein.

  • Schreibtherapie – so klappt es

    Klassisch wird die Schreibtherapie in psychischen Krisen oder in Zusammenhang mit psychologischen Diagnosen wie Depressionen, Traumata oder Suchterkrankungen angewandt. Die Tipps gelten aber ebenso für biografisches Schreiben, beim kreativen Schreiben kann ebenfalls darauf zurückgegriffen werden.

    Warum Schreibtherapie?

    Das Schreiben kann bei psychischen Blockaden bis hin zu Traumata unterstützend wirken. Grund dafür ist, dass – anders als beim Erzählen – keine direkte Reaktion auf das Geschriebene kommt. Keine Wertung, keine Tipps, nur ein von der Seele schreiben. Nur für sich selbst. Doch nicht immer weiß man, wie man anfangen soll oder man gerät im Laufe des Prozesses ins Stocken. Das ist nichts Schlimmes und schon gar nichts Außergewöhnliches. Ärgerlich aber kann es sein. Daher fasse ich hier einige Tipps zusammen, wie der Schreibfluss erhalten bleibt.

    Positive Effekte des Schreibens

    • In erster Linie bringt Schreiben Ordnung und Klarheit in die Gedanken.
    • Auch kann durch das schriftliche Mitteilen eine Distanz zu emotionalen Themen, die vielleicht auch noch viele Jahre nach dem Auftreten belastend sind, schaffen.
    • Die Schreibtherapie kann zu einer Lösung innerer Konflikte beitragen, in dem die eigene Perspektive gewechselt wird.
    • Schreiben befreit.
    • Nicht nur in die Gedanken kann Klarheit gebracht werden, auch bisherige Verhaltensmuster und Glaubenssätze können dank des Schreibens gut erkannt und manchmal sogar aufgearbeitet und optimiert werden.
    • Du bleibst beim Schreiben mit deinen Gefühlen und Gedanken in Verbindung.
    • Das Ende (und auch der Verlauf) der Geschichte liegt in deinen Händen.

    Allgemeine Tipps zur Schreibtherapie

    • Schreibe per Hand. So wie damals in der Schule.
    • Besorge dir schönes Papier oder ein (hochwertiges) Buch, bunte Stifte verschiedener Art und plane dir Zeit zum Schreiben ein.
    • Gestalte dir für deine Schreibtherapie einen gemütlichen Platz, an dem du ungestört bist.
    • Wenn du dir schwertust, deine Geschichte zu Papier zu bringen, erfinde einen Protagonisten, der deine Vergangenheit für dich nochmals erlebt. Schreibe aus dessen Sicht, nicht aus deiner. Dadurch schaffst du, insbesondere bei schwierigen Themen, Abstand. Wenn es notwendig ist, kannst du die Geschichte auf diese Weise auch neugestalten.
    Sinn des Schreibens ist es nicht, dass es dir danach schlechter geht. Natürlich kann es passieren, dass du dich auch emotional wieder in die zu beschreibende Situation hineindenkst, doch verharre nicht in ihr. Lege deinen Fokus auf das Positive. Weiter unten findest du Tipps zum Beenden einer Session, alternativ nutze den Tipp, die Geschichte zu steuern. Wichtig ist es, dass du deine Worte und deinen Schreibstil nicht bewertest. Ziel ist es nicht, dass du einen Preis für deine Geschichte bekommst (zumindest nicht vordergründig), Ziel ist es vielmehr, dass du dir deine Sorgen und das Erlebte von der Seele schreibst. Deine Ausdrucksweise und Rechtschreibfehler sind dabei unwichtig.

    Tipps gegen Schreibblockaden

    Wenn du dir ein festes Zeitfenster zum Schreiben gesetzt hast, ist es besonders ärgerlich, wenn in diesem Moment eine Schreibblockade einsetzt. Setze dich dennoch nicht selbst unter Druck, lass die Blockade zu:
    • Nimm einen Stift, der sich in diesem Augenblick gut anfühlt und male einfach auf einem Blatt herum. Kreise, Kringel, Schwungübungen – ganz egal. Hauptsache, das Blatt füllt sich mit Farbe.
    • Überlege dir, was dir am heutigen Tag Schönes widerfahren ist. Was hat dich zum Lächeln gebracht? Worauf bist du stolz? Was hast du erreicht? Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.
    • Du hast den Kopf voll mit tausenden von Gedanken? Du kannst dich nicht aufs Wesentliche konzentrieren? Dann schreibe diese Dinge auf. Verbanne sie aus deinem Kopf, indem du sie auf Papier bringst. So wirst du mit der Zeit wieder klarer und findest zurück zu deiner Konzentration.
    • Reflektiere deinen Tag. Jeden Abend, ein paar wenige Minuten lang. Was ist passiert und wie bist du damit umgegangen? Spüre in dich hinein und sei wirklich ehrlich, außer dir selbst wird niemand deine Notizen zu sehen bekommen. Halte deine Gedanken, die dir wichtig erscheinen, fest, so dass du sie zu einem späteren Zeitpunkt ausarbeiten kannst. Die Grenzen hierfür setzt du dir selbst. Gehe soweit in deine Emotionen hinein, wie du es möchtest.
    • Dir fehlen die (richtigen) Worte? Nutze Grafiken, einzelne Begriffe, Muster – was auch immer dir in den Sinn kommt und dir weiterhelfen wird, dich mit dem ursprünglichen Konflikt auseinandersetzen zu können.
    Was auch immer du tust, was auch immer du notierst – du hast nichts zu verlieren. Nichts abgesehen von deinem seelischen Ballast.

    Nimm dich ernst

    Verschiebe die Zeitfenster des Schreibens nicht. Natürlich hast du viel zu tun und es gibt zahlreiche wichtige Dinge zu erledigen. Aber all diese Dinge können nicht annähernd so wichtig sein wie du selbst.
    • Gib deine für dich reservierte Zeit nicht für einen Einkauf, einen Hausputz oder etwas anderes her.
    • Halte deine Verabredungen mit dir ein – und wenn es nur ein kleines Fenster von 5 Minuten am Tag ist.

    Schreibübungen

    Finde die für dich passende Schreibroutine(n). Probiere sie aus und versuche, welche Routine dir in welcher Stimmung am zugänglichsten ist. • Reflektiere abends 3 Dinge, die an diesem Tag besonders schön waren. • Notiere, was du gelernt hast oder was du künftig anders machen möchtest. • Schreibe dir die wichtigsten 3 Dinge auf, die du am nächsten Tag erledigen möchtest. Der Sinn dahinter ist Dankbarkeit und Achtsamkeit dir selbst gegenüber. Du lenkst dein Gehirn und deine Gedanken auf die positiven Erlebnisse. Diese Routinen bilden auch einen wunderbaren Abschluss nach einer biografischen oder sehr emotionalen Schreib-Session.  

    Welche Tipps helfen dir, wenn du eine Schreibblockade hast?

  • Stalking ist kein Kavaliersdelikt

    Stalken wird oftmals gleichgesetzt mit verschmähter Liebe. Joe in der Serie „You – Du wirst mich lieben“ etwa ist der typische Stalker: Er lernt das Mädchen seiner Träume kennen und verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Er geht sogar so weit, die ihr nahestehenden Menschen auszuspionieren, um die Frau noch mehr unter Kontrolle zu bekommen. Dass die Serienfigur sogar vor Mord nicht zurückschreckt, zeigt deutlich, wie gefährlich Stalking werden kann.

     

    Was ist Stalking?

     

    Stalking bedeutet per Definition, ein wiederholtes Verfolgen und Nachstellen. Penetrante Belästigung ist dabei an der Tagesordnung, auch vor Drohungen wird nicht zurückgeschreckt. Es kann sogar so weit gehen, dass es zu psychischer oder körperlicher Gewalt kommt. Stalker terrorisieren über einen längeren Zeitraum hinweg, es handelt sich dabei nicht um Einzeltaten.

     

    Gründe für Stalker

     

    Der Grund ist häufig, aber nicht ausschließlich, eine vermeintliche Liebe sein. Eine verschmähte Liebe, eine beendete Liebe, eine unerfüllte Liebe.

     

    Es kann jedoch auch um die Kontrolle über den anderen gehen. Neid und Missgunst können einen Stalker ebenso antreiben wie Hass und Rachegefühle.

     

    Was aber machen, wenn man die Befürchtung hat, gestalkt zu werden?

     

    Heut zu Tage ist es relativ einfach, jemanden auszuspionieren. Social Media sei Dank kann jeder verfolgen, wer sich wann, wo und mit wem aufhält und welchen Hobbys nachgegangen wird.

     

    Dabei muss das Opfer nicht einmal selbst aktiv in den Netzwerken sein, es ist oftmals schon ausreichend, wenn es die Freunde sind.

     

    Ein erster Schritt, den Stalker fernzuhalten, sollte daher sein, die für ihn leicht zugänglichen Informationen zu vermeiden: Social-Media-Profile hinsichtlich der Privatsphäre-Einstellungen überprüfen und nur den Menschen Zugang gewähren, denen man vertraut. Auf den gängigen Plattformen können Nutzer blockiert werden. Auch das ist eine Möglichkeit, den Stalker von den eigenen Posts fernzuhalten. Zumindest dann, wenn die Profilnamen bekannt sind und keine weiteren Profile unter anderem Namen erstellt werden.

     

    Durch das Taggen des Ortes, an dem man sich aktuell befindet, wird es anderen ebenfalls leicht gemacht, die Aufenthaltsorte nachzuvollziehen. Insbesondere, wenn sich eine Regelmäßigkeit daraus ableiten lässt.

     

    Private Daten, die über den Hausmüll entsorgt werden, bieten eine weitere Informationsquelle. Etwa Schreiben vom Arbeitgeber, Banken oder Betreuungseinrichtungen der Kinder.

     

    Weiterhin ist es ratsam, die Telefonnummern zu ändern, mindestens aber den Stalker auf die Block-Liste zu setzen. Eine Annahme von unbekannten Rufnummern sollte ebenso verweigert werden wie die von Anrufern ohne Rufnummernübertragung.

     

    Wenn der Stalker weitermacht

     

    Geht der Stalker bereits so weit und spricht sein Opfer direkt an oder hält sich offensichtlich häufig in den dessen Reichweite auf, kann es hilfreich sein, sich nur noch in Begleitung zu diesen Orten zu bewegen. Auf jeden Fall aber sollte das Umfeld schon beim Verdacht auf einen Stalker informiert werden.

     

    Ein gravierender, oftmals nicht gewollte, aber manchmal nicht vermeidbarer, Schritt ist der Gang zur Polizei. Wer sich bedroht fühlt und nur noch mit Angst das Haus verlassen kann, sich eventuell sogar in seiner Wohnung nicht mehr sicher fühlt, sollte schnellstmöglich Anzeige erstatten. Das ist in jeder Polizeiinspektion möglich. Optimal ist es, möglichst viele Belege über die Stalking-Taten vorlegen zu können, etwa anhand eines Stalking-Tagebuchs.

     

    Nicht versuchen, es selbst zu lösen

     

    Menschen hoffen oft, dass sie an die Vernunft des anderen appellieren können und versuchen daher, in noch einem letzten Gespräch eine klärende Aussprache zu bekommen. Insbesondere dann, wenn es sich bei dem Stalker um einen Ex-Partner oder einen Arbeitskollegen handelt.

     

    Was im Normalfall eine erfolgversprechende Lösung ist, bewirkt beim Stalking das genaue Gegenteil. Der Stalker fühlt sich darin bestärkt, dass seine Taten gesehen werden und gewollt sind. Die gesagten Worte wie „bitte hör auf damit“ oder „ich habe Angst vor dir“ werden nicht gehört. Oftmals werden sie sogar gegenteilig verstanden und bekräftigen den Stalker in seinen Taten.

     

    Hilfe suchen

     

    Die meisten scheuen den Gang zur Polizei. Ein erster Schritt kann daher sein, sich Unterstützung bei einer Fachberatungsstelle für Stalking-Betroffene zu suchen. Der Weiße Ring ist in diesem Bereich sehr engagiert oder auch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mit seinem Hilfetelefon.

     

    Bei einer akuten Bedrohung muss die Polizei gerufen werden. Auch, wenn das Opfer den Täter eigentlich nicht strafrechtlich verfolgt wissen möchte.

     

    Wenn es auch den Anschein macht, richtet sich Stalking nicht ausschließlich gegen Frauen. Auch Männer können Opfer dieser Straftat werden und sollten sich ebenso Hilfe suchen wie Mädchen und Frauen.

  • Schreiben als Therapie

    Heut zu Tage haben viele Menschen mit inneren Dämonen zu kämpfen. Erlebnisse, Traumata oder sonstige Herausforderungen bestimmen ihr Leben.   Formen, diese Dinge zu verarbeiten, gibt es zahlreich. Die wohl am häufigsten genutzte ist die Gesprächstherapie mit einem Experten. Doch können Herausforderungen auch kreativ angegangen werden. Kinder beispielsweise malen Dinge, die sie nicht verstehen oder verarbeiten müssen, gerne auf. Oder sie erzählen, teilweise fantastische, Geschichten, in die sie die Geschehnisse einarbeiten. Das Tagebuch ist eine weitere Möglichkeit.   Auch für Erwachsene kann die Kreativ-Methode hilfreich sein, um Dinge aus ihrer Vergangenheit zu verarbeiten.  

    Schreiben als Therapieform

      Schon in den 1980er Jahren gab es Studien, die sich mit der Möglichkeit befassten, durch das Schreiben ein Thema im Leben des Verfassers zu verarbeiten.   James Pennebaker, ein amerikanischer Psychologe, entwickelte das expressive Schreiben. In einem seiner Experimente ließ er Testpersonen täglich schreiben. Eine Gruppe über allgemeine Dinge, eine andere über persönliche emotionale Erlebnisse.   Das Ergebnis ist wenig überraschend: Die Probanden, die über persönliche Dinge schrieben, fühlten sich erleichtert, sie fühlten sich besser. Psychisch waren sie stärker, sogar physische Verbesserungen etwa hinsichtlich auf ein gestärktes Immunsystem oder einen bessern Blutdruck konnten festgestellt werden.   Seitdem haben weitere Studien diese Ergebnisse bestätigt.  

    Doch warum ist das so?

      Psychologen sind sich einig: Schmerzvolle Erinnerungen zu ignorieren ist nicht förderlich. Wer seine Emotionen anderen mitteilt, verarbeitet diese besser. Gedankenschleifen können gelöst werden und durch das Formulieren wird eine Struktur geschaffen.   Wer keinen Gesprächspartner hat, mit dem die mitunter intimsten und schmerzvollsten Erinnerungen geteilt werden können, hat im Papier einen geduldigen und verschwiegenen Zuhörer.   Schreiben kann zudem helfen, einem vermeintlichen Zufall einen Grund zu verleihen. Tiefgehende Schicksalsschläge ergeben in einer Geschichte zusammengefasst einen Sinn und sind so leichter zu verarbeiten.  

    Aller Anfang ist schwer

      Viele kennen es noch aus der Schule. Die Aufgabe lautet schlicht „Schreibe über dein schönstes Ferienerlebnis“ und genau in diesem Moment setzt die Blockade ein.   Eine Hilfe kann sein, nicht direkt mit vollständigen Sätzen zu starten, sondern erst einmal nur Wörter zu notieren, die mit der zu beschreibenden Situation assoziiert werden. Aus diesen entsteht im weiteren Verlauf die Geschichte.   Je tiefer der Autor emotional in die Geschichte einsteigt, desto besser kann diese verarbeitet werden.  

    Achtung, Nebenwirkung

      Beim Schreiben kann es, ebenso wie in einer Gesprächstherapie, passieren, dass durch das erneute Durchleben einer emotionalen Situation die damals empfundenen Gefühle wieder hochkommen. Hilfreich dagegen ist das Schreiben in der dritten Person. Dadurch wird eine Distanz zwischen Autor und Protagonisten geschaffen. Auch das Verfassen eines Briefes ist eine Option, seine Gefühle zu verarbeiten. Sogar mit Personen, mit denen ein reales Gespräch nicht (mehr) möglich ist.  

    Professionelle Hilfe von Schreibtherapeuten

      Deutschland steckt diesbezüglich noch in den Kinderschuhen. Nur wenige Psychologen bieten diese Art der Therapie an, als Kassenleistung ist es nicht anerkannt.   Es gibt schreibtherapeutische Selbsthilfegruppen, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen und sich austauschen. Auch das Schreiben nur für sich selbst kann bereits eine Hilfe sein, gegebenenfalls in Verbindung mit einer herkömmlichen Gesprächstherapie.