Schlagwort: gesundheit

  • Bossing – warum passiert es und was du tun kannst

    Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz ist weit mehr als ein Schlagwort für moderne HR-Abteilungen oder ein „Wohlfühlprogramm“ für Mitarbeitende. Sie beschreibt den Zustand des psychischen Wohlbefindens in einem beruflichen Umfeld – und ist damit ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung. Denn wer täglich Leistung bringen soll, braucht nicht nur funktionierende Technik und klare Aufgaben, sondern auch emotionale Sicherheit, Wertschätzung und die Möglichkeit, sich als Mensch ganz zu zeigen – mit Stärken, Schwächen, Belastungen und Ressourcen.

    Klar ist: Ein Unternehmen, das auf mentale Gesundheit achtet, nimmt die psychische Belastung seiner Mitarbeitenden ernst. Es schafft Räume für Dialog, bietet Unterstützung bei Krisen an, fördert Resilienz und reduziert systematische Stressoren – etwa durch realistische Zielsetzungen, gerechte Aufgabenverteilung oder die Möglichkeit zu Pausen. Dazu zählen auch Angebote wie Coaching, psychologische Beratung, Supervision oder ein flexibler Umgang mit Arbeitszeitmodellen. Doch das alles funktioniert nicht im luftleeren Raum. Mentale Gesundheit ist kein Einzelprojekt – sie ist eine Haltung, die sich durch alle Ebenen einer Organisation ziehen muss.

    Studie gefällig?
    Laut einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (2023) berichten fast 50 % aller Beschäftigten in Deutschland von häufigem Stress im Job. Jeder fünfte gibt an, dass sich dieser negativ auf die psychische Gesundheit auswirkt.

    Was mentale Gesundheit konkret beinhaltet – und was nicht

    Mentale Gesundheit im beruflichen Kontext umfasst mehrere Ebenen: das individuelle psychische Befinden, die Teamdynamik, die strukturellen Arbeitsbedingungen sowie die Werte, nach denen im Unternehmen tatsächlich gelebt wird. Ein gesundes Arbeitsumfeld erkennt diese Vielschichtigkeit an und reduziert psychische Risiken. Dazu gehören etwa monotone Tätigkeiten, fehlende Handlungsspielräume, mangelnde Anerkennung, ständige Unterbrechungen, toxische Kollegialität oder unrealistische Anforderungen.

    Kurz gesagt: Ein Obstkorb oder ein Tischkicker machen noch keine gesunde Unternehmenskultur. Es reicht nicht, Wellness-Angebote zu präsentieren, während gleichzeitig Überstunden als stillschweigend erwartet gelten und Konflikte unter den Teppich gekehrt werden. Mentale Gesundheit ist kein Feel-Good-Gadget – sie ist das Resultat eines respektvollen, transparenten und entwicklungsförderlichen Miteinanders.

    Zitat zum Nachdenken:
    „Man kann Menschen nicht motivieren, wenn man sie gleichzeitig ausbrennt.“
    – Gerald Hüther | Neurobiologe

    Dazu gehören psychologische Sicherheit, also die Möglichkeit, sich auch mit Unsicherheiten zu zeigen, ohne negative Konsequenzen zu befürchten. Es braucht einen wertschätzenden Umgang, transparente Kommunikation, klare Rollen – und vor allem: echte Achtsamkeit im Miteinander.

    Der Führungsstil als Schlüssel zur psychischen Gesundheit

    Ob mentale Gesundheit gefördert oder untergraben wird, hängt maßgeblich vom Führungsstil ab. Führungskräfte sind Multiplikatoren – sie prägen nicht nur Prozesse, sondern auch die Art, wie im Unternehmen mit Belastung, Fehlern, Emotionen und Konflikten umgegangen wird. Ein autoritärer Führungsstil, der auf Kontrolle, Schuldzuweisung und Druck basiert, schafft nicht etwa bessere Leistungen – sondern innere Anspannung, Demotivation und langfristig psychische Instabilität.

    Ein kooperativer, achtsamer Führungsstil wirkt hingegen stabilisierend. Er zeichnet sich durch Offenheit, echtes Zuhören, klare Kommunikation, Feedbackkultur und emotionale Intelligenz aus. Gute Führung erkennt emotionale Belastungen frühzeitig, spricht sie wertschätzend an und sorgt dafür, dass Menschen gesund arbeiten können – nicht „trotz“ Stress, sondern inmitten komplexer Anforderungen. Sie schafft einen Rahmen, in dem Menschen nicht funktionieren müssen, sondern sich entfalten können.

    Zitat für Führungskräfte:
    „Leadership is not about being in charge. It’s about taking care of those in your charge.“
    (Frei übersetzt: Bei Führung geht es nicht darum, für alles verantwortlich zu sein, sondern darum, sich um die Verantwortlichen zu kümmern.)
    – Simon Sinek | US-amerikanischer Hochschullehrer, Autor, Journalist und Unternehmensberater

    Mentale Gesundheit beginnt also bei der Frage: Sehe ich meine Mitarbeitenden als funktionierende Rädchen im System – oder als ganze Menschen? Und bin ich bereit, mein eigenes Verhalten zu reflektieren?

    Wenn mentale Gesundheit ignoriert wird – die Folgen

    Das systematische Übergehen psychischer Gesundheit hat drastische Folgen – sowohl individuell als auch wirtschaftlich. Laut dem Gesundheitsreport 2024 der DAK sind psychische Erkrankungen mittlerweile die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Burnout, Depression und Angststörungen führen im Schnitt zu über 40 Fehltagen pro Jahr pro Fall – mit massiven Auswirkungen auf Produktivität und Betriebsklima.

    Doch schlimmer als die ökonomischen Folgen ist das menschliche Leid: chronische Erschöpfung, innere Leere, Sinnkrisen, Rückzug, familiäre Probleme – und im schlimmsten Fall der vollständige Zusammenbruch. Und: Je länger mentale Gesundheit ignoriert wird, desto länger dauert die Genesung.

    Trotzdem schweigen viele Betroffene – aus Angst vor Stigmatisierung oder Nachteilen im Job. Genau hier braucht es Unternehmen und Führungskräfte, die die Tür aufmachen. Die sagen: Du darfst hier ganz sein. Du bist nicht „schwach“, wenn du Hilfe brauchst – du bist mutig.

    Fazit – und ein Aufruf zum Umdenken

    Mentale Gesundheit ist keine Privatsache. Sie ist eine kollektive Aufgabe. Unternehmen, die sie ernst nehmen, gewinnen auf allen Ebenen: engagiertere Mitarbeitende, niedrigere Krankheitsstände, bessere Zusammenarbeit – und nicht zuletzt: Sinn.

    -> Du möchtest mentale Gesundheit in deinem Team stärken, deine Führung achtsamer gestalten oder herausfinden, was in deiner Organisation wirklich wirkt?
    Ich begleite dich gern dabei – in Workshops, Beratungen oder Einzelsettings. Mit Klarheit, Humor und fundiertem psychologischem Know-how. Für Arbeitsbeziehungen, die gut tun – und Menschen, die bleiben.

  • Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz – mehr als ein „nice to have“

    In einer Welt voller ständiger Kommunikation – ob in Besprechungen, beim Kaffeeklatsch oder in den sozialen Medien – sind wir alle von Natur aus interpretiert.

    Und manchmal interpretieren wir die Dinge einfach zu viel.

    Wir hören etwas und zack, sofort schießen wir mit einer ganzen Armada von Gedanken, Annahmen und Schlussfolgerungen aus der Hüfte.

    Dabei, so schön die Vorstellung eines supergeübten, allwissenden Interpretierenden auch ist, hat es eine ganz einfache Schwachstelle: Wir interpretieren oft mehr, als tatsächlich gesagt wurde.

    Und das führt zu Missverständnissen, Fehlannahmen und manchmal zu peinlichen Momenten, bei denen wir uns fragen, warum wir es nicht einfach gelassen haben.

    Das Interpretationschaos: Warum wir so gerne in die Falle tappen

    Nun, warum tun wir uns das überhaupt an?

    Die Antwort liegt in einem wunderbar menschlichen Mechanismus: Unser Gehirn liebt es, Informationen schnell zu verarbeiten und Zusammenhänge zu erstellen.

    Wir sind von Natur aus darauf programmiert, die Welt zu verstehen und Muster zu erkennen.

    Aber anstatt die Dinge einfach zu hören und hinzunehmen, werfen wir oft noch eine extra Schicht Interpretation drauf.

    Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren: Wir fühlen uns verletzt, sind unsicher oder sogar einfach neugierig, was der andere wirklich meint. Vielleicht haben wir eine dunkle Vergangenheit mit ähnlichen Aussagen oder misstrauen generell den guten Absichten unseres Gegenübers.

    So oder so, wir neigen dazu, zwischen den Zeilen mehr zu lesen, als wirklich dasteht.

    Ein einfaches Beispiel:

    Nehmen wir an, dein Kollege sagt zu dir: „Oh, das hast du ja wirklich gut gemacht… für jemanden, der das noch nie zuvor gemacht hat.“
    Du hörst das und bam – dein Gehirn springt sofort an. „Was meint der mit ‚für jemanden, der das noch nie zuvor gemacht hat‘? Bedeutet das, dass er denkt, ich bin unfähig, oder ist das ein verstecktes Kompliment?“
    Diese Frage quält dich vielleicht länger, als du zugeben würdest, weil du die Worte deines Kollegen interpretiert hast.

    Vielleicht wollte er einfach nur sagen, dass du etwas Neues gemeistert hast – aber du hast es in einen imaginären Konflikt verpackt.

    Was können wir also tun?

    Die Antwort liegt auf der Hand: Hören und nicht sofort interpretieren.

    Klingt simpel, oder?

    Aber der Weg zu dieser Art von Kommunikation ist oft steinig.

    Hier sind ein paar Tipps, wie wir das Interpretieren ein bisschen zurückfahren können:

    Achtsames Zuhören

    Statt sofort mit einer Antwort oder Interpretation zu reagieren, solltest du einfach mal zuhören und die Worte sacken lassen.

    Oft ist es hilfreich, nach einer Aussage zu fragen: „Meintest du das so, wie ich es verstanden habe?“

    Auf diese Weise kannst du Missverständnissen vorbeugen, bevor sie zu einem ausgewachsenen Drama ausarten.

    Neutral bleiben

    Wenn du das Gefühl hast, dass eine Aussage eine versteckte Bedeutung hat, versuche, neutral zu bleiben.

    Das bedeutet nicht, dass du alles glauben musst, was gesagt wird, aber es hilft, den emotionalen Anteil in den Hintergrund zu stellen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Es gibt keine versteckte Agenda, solange du keine entdeckst!

    Die Macht des „Könnte es sein, dass…?“

    Der berühmte Fragesatz.

    Wenn du wirklich neugierig bist, was der andere meint, statt deine eigene Geschichte zu erzählen, frag einfach.

    Zum Beispiel: „Könnte es sein, dass du eigentlich meinst, ich habe das gut gemacht?“

    Auf diese Weise öffnest du den Dialog, ohne direkt anzukommen wie ein Detektiv auf der Jagd nach versteckten Bedeutungen.

    Den Kontext berücksichtigen

    Manchmal hilft es, den Kontext der Situation zu betrachten, bevor wir in die Interpretation schlüpfen.

    War der Kommentar aus einem Moment der Müdigkeit entstanden?
    Hatte der Kollege gerade eine stressige Woche?
    Ist der Tonfall, in dem etwas gesagt wurde, wirklich so, wie du es gehört hast?

    Manchmal ist das einfachste, was du tun kannst, zu akzeptieren, dass der andere Mensch nicht immer mit bösen Absichten unterwegs ist.

    Fazit: Weniger ist manchmal mehr – vor allem beim Interpretieren

    Zusammengefasst: Ja, das Leben wäre wirklich viel einfacher, wenn wir weniger in Worte hineininterpretieren würden.

    Wenn wir es schaffen, die Welt mit einem klaren, offenen Ohr zu hören, ohne sofort eine riesige Bedeutung in jeder Silbe zu suchen, können wir Missverständnissen vorbeugen und die Kommunikation deutlich entspannter gestalten.

    Und vielleicht – nur vielleicht – wird der nächste Kommentar über deinen „guten Job“ wirklich einfach nur das sein, was er ist: ein Lob, ohne jeglichen Unterton oder versteckte Agenda. Wer hätte das gedacht?

    Also, das nächste Mal, wenn du dich wieder in einer Interpretation verhedderst, denk daran: Weniger ist mehr.

    Manchmal ist es wirklich am besten, einfach nur zuzuhören – ohne das „aber was meinte er wirklich?“ im Hinterkopf.

     

  • Erfahrungsbericht: Darmkrebsvorsorge

    Heute ist es wieder so weit. Die routinemäßige Magen- & Darmspiegelung als Darmkrebsvorsorge. Laut Altersklasse falle ich noch lange nicht in die Risikogruppe. Da aber Krebs in meiner Familie eine große Rolle spielt, habe ich mich schon früh dazu entschlossen, alle Vorsorgeuntersuchungen teils deutlich vor dem empfohlenen Alter durchführen zu lassen. Notfalls als Selbstzahler. Die Spiegelung ist eine der Vorsorgen, die ich nicht selbst bezahlen muss.

    Bisherige Diagnosen

    Bei meiner ersten Darmkrebsvorsorge bekam ich die Diagnose Reizdarm, ein Jahr später wurde zusätzlich ein nicht 100-prozentig arbeitender Magen diagnostiziert. Beides nicht schön, aber beides auch nicht tragisch. In meiner Familie haben sie schon Polypen und Tumore gefunden, da ist meine Diagnose ein Kinderspiel gegen. Und damit das so bleibt, tue ich mir diese Tortur alle paar Jahre wieder an. Tortur beschreibt übrigens nicht die Spiegelung an sich, sondern die Vorbereitung. Am Morgen der Untersuchung habe seit dreieinhalb Tagen nichts gegessen, mein Kreislauf ist am Boden und ich zittere. Es ist zehn Uhr. Seit inzwischen vier Stunden bin ich wach und führe in dieser Zeit ein zweites Mal ab. Aber auch das ist, zwar nicht angenehm, nicht mit Tortur gemeint. Die Tortur ist das Mittel, mit dem abgeführt wird. Dass es nicht schmackhaft ist, erklärt sich von selbst. Aber es ist regelrecht widerwärtig. Mein Arzt hat es mir als Neuheit auf dem Markt angepriesen. Es sei einfacher in der Handhabung und zugleich wirkungsvoller als das bisherige.

    Darmkrebsvorsorge – die Vorbereitung

    Am Abend vor der Untersuchung ist die erste Dosis fällig. Das Mittel muss in einem halben Liter Wasser aufgelöst und getrunken werden. Es riecht furchtbar und schmecken tut es noch viel schlimmer. Aber ich bekomme es herunter. Die zweite Dosis muss am Untersuchungstag bis zwei Stunden vor dem Termin eingenommen sein. Zusätzlich ein bis zwei Liter Wasser. Ich trinke zwar generell viel, aber ohne Kohlensäure brauche ich zumindest Geschmack. Den bietet Leitungswasser eher nicht. Doch ich kämpfe und schaffe es. Die Dosis selbst aber hat es in sich. Schon nach dem ersten Schluck wird mir speiübel. So übel, dass ich schon vor der kompletten Einnahme das Gefühl bekomme, mich übergeben zu müssen. Dazu kommt es glücklicherweise nicht, aber mir geht es fast zwei Stunden lang richtig mies. Schon zu diesem Zeitpunkt fährt mein Kreislauf herunter. Ich friere und habe Kopfschmerzen. Hunger sowieso. Das aber liegt nicht an der Vorbereitung der Darmkrebsvorsorge, sondern an meinem Magen. Die letzte Magenspiegelung musste wiederholt werden, weil mein Mittagessen des Vortags aussah wie mein (nicht erlaubtes) Frühstück am Untersuchungstag. Eine weitere Wiederholung möchte ich mit allen Mitteln, auch einem Hungern über letztendlich vier Tage, vermeiden. Irgendwann habe ich auch diese Dosis samt knapp eineinhalb Liter zusätzlichem Wasser intus und nach einiger Zeit ist mir auch nicht mehr gar so schlecht. Pünktlich und wohl auch in der Vorbereitung erfolgreich mache ich mich kraftlos auf den Weg zur Praxis. Dort kommen die Kreislaufprobleme wieder deutlich zum Vorschein, ich muss mich setzen. Und auf den Arzt warten.

    Darmkrebsvorsorge – die Untersuchung

    Mit etwas Verspätung werde ich in den Untersuchungsraum gebeten. Sowohl die Arzthelferinnen als auch der Arzt selbst entschuldigen sich für diese. Das ist es, was ich an der Praxis so mag: Alle (ok, fast) sind freundlich und hilfsbereit. Nun geht es los mit der Darmkrebsvorsorge. Ich werde an die Überwachungsmonitore angeschlossen und mir wird ein Zugang für das Schlafmittel gelegt. Da ich während der Untersuchung, zumindest außerhalb der Magenspiegelung, eine FFP2-Maske tragen muss, bekomme ich ebenso eine Sauerstoffunterstützung. Ich meine mich aber zu erinnern, dass ich die auch schon ohne Maske erhalten habe. Dazu gibt es eine kurze Erklärung, was der Arzt tun wird und schon bin ich sediert. Ich bekomme nichts von der Untersuchung mit. Als der Arzt fertig ist, wache ich auf. Eine Arzthelferin begleitet mich in den Aufwachraum und lässt mich dort noch ausruhen. Sie bietet mir Wasser (unbedingt!) und Kekse an.

    Ärztliche Besprechung nach der Spiegelung

    Auch der Arzt erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden. Es ist alles super gelaufen, keine Polypen, nix anderes. Dennoch werde ich zum kurzen Nachgespräch ins Ärztezimmer gebeten. Es geht nochmal um die Magensache. Organisch hat er es überprüft, keine Verengungen oder sonstigen Auffälligkeiten. Die Empfehlung lautet: Spätestens in fünf Jahren darf ich die Tortur und die anschließende Untersuchung erneut vornehmen lassen. Allein nach Hause darf man aufgrund der Sedierung nicht, weswegen ich mich abholen lasse. Wieder zu Hause ist der erste Gang zur Kaffeemaschine, der zweite zum Kühlschrank.

    Stille Erkrankung Darmkrebs

    (c) Felix Burda Stiftung
    Koloskopie – (c) Felix Burda Stiftung
    Darmkrebs ist eine so genannte stille Krankheit. In zahlreichen Fällen weist der Betroffene keinerlei Symptome auf. Durch die Darmkrebsvorsorge in Form einer Spiegelung aber lässt sich die Vorstufe des Tumors, der Polyp, erkennen. Findet der Arzt bei der Spiegelung einen, entfernt er diesen sofort. Polypen sind gutartig, können sich aber zu einem Tumor weiterentwickeln. Geschätzt wird hierbei ein Entwicklungszeitraum von zehn Jahren. Das ist auch der Abstand der üblichen Vorsorgeuntersuchungen. Daher sind diese immens wichtig im Kampf gegen den Krebs, da diese ihn effektiv verhindern können.

    Felix-Burda-Stiftung – engagierte Aufklärungsarbeit und vieles mehr

    (c) Assmann Stiftung (über Felix Burda Stiftung)
    (c) Assmann Stiftung (über Felix Burda Stiftung)
    Eine umfassende Aufklärung über das Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge bekommen Interessenten auf der Seite der Felix-Burda-Stiftung. Benannt nach Felix Burda, der 2001 mit nur 33 Jahren an Darmkrebs verstarb, wurde die Stiftung noch im gleichen Jahr von seinen Eltern gegründet. Sie befasst sich ausschließlich mit Themen rund um den Darmkrebs, agiert international und ist inzwischen eine der bekanntesten deutschen Institutionen auf diesem Gebiet. Bei keiner anderen Krebsart bietet die Früherkennung so große Heilungschancen auf wie bei Darmkrebs. Daher ist mir die regelmäßige Vorsorge auch diese Tortur wert. Für mich, meine Gesundheit und meine Zukunft.
    Wann war deine letzte Darmspiegelung?
     
  • Gut durch die Weihnachtszeit – Gewicht halten im Advent

    Gesunde Ernährung und Gewicht halten stehen bei vielen auf der Tagesordnung. Sie möchten zumindest versuchen, sich weitestgehend ausgewogen und gesund zu ernähren. Doch während der Adventszeit, mit Lebkuchen und Kinderpunsch oder Glühwein, fällt es zunehmend schwer, sich an die eigenen Vorsätze zu halten und das Gewicht zu halten. Gemütlichkeit und Leckereien stehen bei vielen hoch im Kurs. Zudem locken Weihnachtsmärkte – im Normalfall – mit köstlichen Naschereien und Getränken. Der Winterspeck freut sich, es ist ihm ein leichtes, ein neues Zuhause zu finden. Doch die kalten Monate müssen nicht zwangsläufig zu meinem Plus auf der Waage führen. Da 2020 der für viele obligatorische Bummel über die Weihnachtsmärkte der Region entfällt und es noch unklar ist, ob die Weihnachtsstände in den Straßenverkauf gehen dürfen, sind von Haus aus schon viele Kalorien eingespart.

    Gewicht halten durch kontrolliertes Schlemmen

    Wer sich all die Köstlichkeiten verkneifen möchte, wird nicht selten mit schlechter Laune und über kurz oder lang auch einer Heißhungerattacke bestraft. Eine Alternative ist daher, sich die Leckereien zu gönnen. Allerdings nicht in großen Portionen und nicht alles auf einmal. Wer aber Lebkuchen, Glühwein, Dominosteine, Nougat und Marzipan ebenso lecker findet wie deftigen Braten, Schupfnudeln, Germknödel und Pinkel oder Bregenwurst mit Grünkohl, der ist mit einem Essensplan gut beraten. So kann jeden Tag eine Köstlichkeit verspeist werden, ohne dass das Gewicht rasant ansteigt.

    Langsam essen hilft Gewicht zu halten

    Das Sättigungsgefühl setzt nach etwa 20 Minuten ein. Wer schneller isst, nimmt daher eher mehr Kalorien als nötig zu sich. Abhilfe kann hier durch langsames Kauen und bewusstes Genießen geschaffen werden. Auch auf Ablenkung, etwa durch das Lesen einer Zeitung, das spielen am Handy oder fernsehen, sollte verzichtet werden. So können die Signale des Körpers besser, deutlicher und schneller wahrgenommen werden.

    Die Lust auf Süßes – kalorienärmere Alternative

    Gebrannte Mandeln sind lecker, keine Frage. Doch mit knapp 550 Kalorien auf 100 Gramm durchaus eine teure, das Kalorienbudget betreffend, Leckerei. Vollmilchschokolade ohne Füllung, wie etwa bei Schoko-Weihnachtsmännern, schafft es immer noch auf 350 Kalorien pro 100 Gramm. Wer nur den süßen Geschmack, nicht aber zwingend Schokolade möchte, kann mit kandierten Früchten eine gute Anzahl Kalorien einsparen. Mit etwa 260 Kalorien auf 100 Gramm sind sie im Verhältnis kalorienarm, aber dennoch süß. Wer gerne Plätzchen nascht, ist mit Hafertalern, Anisplätzchen und Baisers besser beraten als mit Vanillekipferl und Spritzgebäck. Im Vergleich zu Stollen weisen Lebkuchen und Früchtebrot deutlich weniger Kalorien auf. Eine magische Anziehungskraft geht von Crêpes-Ständen aus. Die Variante mit Schokocreme ist natürlich lecker, aber schlägt mit 400 Kalorien auch ordentlich zu Buche. Apfelmus oder Puderzucker sind ebenfalls sehr köstlich, enthalten aber weitaus weniger Fett. Somit ist diese Variante kalorienärmer. Eine Alternative zu gebrannten Mandeln könnten heiße Maronen bieten. Außerdem macht sich Obst, frisch oder getrocknet, gut im Winter. Nicht nur dass durch den Verzehr Kalorien gespart werden können, Obst liefert zudem noch Vitamine. Ein Glühwein enthält etwa enthält 210 Kalorien. Punsch steht dem mit 207 Kalorien kaum nach. Grog aber weist nur mehr 163 Kalorien, Irish Coffee sogar nur noch 111 Kalorien auf. Die Angaben beziehen sich jeweils auf eine Tasse mit etwa 250 Millilitern.

    Mit Bewegung dem Speck den Kampf ansagen

    Letztlich ist es ratsam, sich auch während der kalten Jahreszeit sportlich zu betätigen. Das beginnt schon mit einem entspannten Spaziergang. Hierbei gilt übrigens: Je kälter es ist, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper. Eine Runde bei Sonnenschein und eisigen Temperaturen kann sich daher durchaus positiv auf das Gewicht auswirken. Wer hätte es gedacht? Auch das Schmücken des Weihnachtsbaums oder das Anbringen der weihnachtlichen Dekoration kann beim Halten des voradventlichen Gewichts helfen. Denn das Bücken, Heben, Strecken, auf den Tritt hoch und runter steigen. Der Kalorienverbrauch hierbei kann einem Aerobic-Kurs gleichgesetzt werden. Darüber hinaus stehen, je nach den aktuell geltenden Bestimmungen, natürlich auch noch die typischen Wintersportarten zur Verfügung: Alpin Ski, Snowboarding, Langlauf-Ski, Schlittschuhfahren, Schlitten fahren, Schneeschuhwandern oder bei milderen Temperaturen bzw. in Regionen ohne Schneefall weiterhin Radfahren, Joggen und (Nordic) Walking. Das schöne an diesen Sportarten ist, dass diese auch bei weitergeführten Kontaktbeschränkungen durchgeführt werden können.

    Weitere Tipps zu Gewicht halten

    Neben all den Ess- und Bewegungstipps sollte auf eine ausreichende Menge Flüssigkeit geachtet werden. Als Faustregel sind 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht eine gute Sache, für Sporteinheiten sollte weitere Flüssigkeit aufgenommen werden. Auch sollte ausreichend Schlaf eingeplant werden. Denn wer ausgeschlafen ist, produziert weniger Stresshormone und ist weniger anfällig für Heißhungerattacken. Außerdem: Wer schläft kann nicht schlemmen. Welche Tipps und Tricks für die schlanke Linie in der Weihnachtszeit gibt es noch?