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  • Tipps für eine gute Klassengemeinschaft

    Mindestens neun Jahre lang gehen Kinder und Jugendliche in Deutschland zur Schule. So will es die Schulpflicht. In der Regel besuchen sie die ersten vier Jahre eine Grundschule, bevor es mit dem Start der fünften Klasse an eine weiterführende Schule (Mittel-/Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) geht. Manche Bundesländer bieten auch die Möglichkeit anderer Schulformen.

    Daher ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen gerne zur Schule gehen. Und das tun sie meist, sobald sie sich in ihrer Klasse wohl fühlen.

    Neben dem leichteren Einhalten der Schulpflicht bietet eine gute Klassengemeinschaft noch weitere Vorteile:

    Lernatmosphäre

    Wenn die Klassengemeinschaft als gut bewertet wird, fühlen sich die Schüler sicher und wohl. Diese Sicherheit bietet eine gute Grundlage zum guten Lernen. Denn die Schüler sind eher bereit, Fragen zu stellen und aktiv am Unterricht teilzunehmen, wodurch sie besser Lernen.

    Soziale Fähigkeiten

    In einer guten Klassengemeinschaft fällt es Schülern leichter, soziale Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Fähigkeiten benötigen sie während der Schulzeit, aber auch weit darüber hinaus. Dazu zählen etwa Teamarbeit, Empathie und Konfliktlösung.

    Motivation

    Schüler, die sich in ihrer Klasse wohlfühlen, sind oft motivierter und engagierter. Sie haben ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit. So verringern sich die Fehltage des einzelnen und die Unterstützung der anderen erhöht sich. Es werden erkrankten Schülern die Hausaufgaben vorbeigebracht, Lerngruppen gegründet und sich untereinander Nachhilfe gegeben. Und auch die Motivation, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen, steigt bei den meisten Kindern und Jugendlichen, wenn sie sich in ihrer Klasse gut aufgehoben fühlen.

    Emotionale Unterstützung

    In einer starken Klassengemeinschaft können Schüler emotionale Unterstützung finden, was besonders in herausfordernden Zeiten wichtig ist. Nicht immer läuft zu Hause oder im Alltag der Kinder alles rund. Streitigkeiten mit den Geschwistern, der Umzug eines guten Freundes, der Wechsel des Sportvereins und viele weitere Situationen können Kinder und Jugendliche irritieren. Gut ist, wenn sie dann auf den Rückhalt ihrer Klassengemeinschaft zählen können.

    Verbesserung der Klassengemeinschaft

    Wenn bereits eine gute Klassengemeinschaft herrscht, ist das ein sehr großer Pluspunkt – sowohl für die Schüler als auch die Lehrer, die in dieser Klasse unterrichten. Dennoch sollten im Laufe der Zeit immer wieder, kleinere oder auch etwas umfangreichere, Dinge zur Stabilität oder weiteren Verbesserung der Klassengemeinschaft beitragen.

    Teambuilding-Aktivitäten

    Aus dem Arbeitsumfeld kennen viele die Bezeichnung bereits. Teambuilding beschreibt, dass das Team, die Abteilung, die Projektgruppe oder sonstige, im beruflichen Kontext zusammengebrachte Menschen, ihren Zusammenhalt stärken, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Das passiert häufig extern, bei darauf spezialisierten Anbietern. Aber auch unternehmensintern kann vieles getan werden, das dem Teambuilding dienlich ist. Das können etwa Betriebsausflüge sein, beispielsweise in einen Hochseilgarten, einen Escape-Room oder auch eine gemeinsame Floßfahrt.

    Bei Schulklassen gibt es häufig Wandertage während des Schuljahres, die den gleichen Gedanken pflegen. Während der Schulzeit aber können zudem Spiele oder Projekte helfen, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Diese können, vielleicht sogar fächer- und/oder klassenübergreifend in den Unterrichtsalltag eingebunden werden. Wichtig ist dabei, dass die Klasse als Einheit etwas erledigen muss und nicht einzelnen Gruppen innerhalb der Klasse gegeneinander antreten.

    Regelmäßige Gespräche

    Offene Dialoge über Erwartungen, Wünsche und Sorgen fördern das Verständnis und die Empathie untereinander. Das sollte in einer Klasse, die noch nicht harmonisch aufgestellt ist, eher anonym erfolgen, kann aber später, wenn die Klassengemeinschaft überwiegend als positiv wahrgenommen wird, auch offen passieren.

    Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es mindestens einen Schüler gibt, der sich in der Klassengemeinschaft nicht aufgenommen fühlt.

    Kooperative Lernformen

    Auch Gruppenarbeiten oder Partnerprojekte ermöglichen es den Schülern, zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Um einen möglichst großen sozialen Lerneffekt zu erzielen, können die Gruppen per Los, mindestens aber vom Lehrer zusammengebracht werden, da bei freier Partnerwahl häufig die besten Freunde gewählt werden.

    Gemeinsame Ziele setzen

    Wenn die Klasse zusammen Ziele definiert, stärkt das den Zusammenhalt und fördert das gemeinsame Engagement. Das könnte etwa hinsichtlich des Notendurchschnitts sein („unsere Klasse hat einen Notendurchschnitt von 3,0 oder besser in der nächste Probe/dem Zwischenzeugnis/etc.“) oder projektbasiert („wir unterstützen in der Vorweihnachtszeit das hiesige Kinderkrankenhaus mit Spenden“, „wir organisieren einen Spendenlauf für den Verein so und so“).

    Wichtig ist, dass die Schüler gemeinsam ein Ziel festlegen und die Lehrkraft dabei eher im Hintergrund agiert.

    Anerkennung und Wertschätzung

    Positives Feedback und Anerkennung für Leistungen und Bemühungen können das Selbstwertgefühl der Schüler stärken und die Gemeinschaft fördern. Damit ist nicht gemeint, dass nur die Bestnoten hervorgehoben werden, sondern jeder für seine individuelle Leistung gelobt wird. Wenn ein versetzungsgefährdeter Schüler bei seinem Angstthema eine 3 schreibt, ist das eine wunderbare Leistung, die ebenso betont werden darf wie die fehlerfreie Probe des Klassenbesten.

    Regeln und Normen

    Schon Kleinkinder brauchen Regeln. Das ändert sich auch in der Schule nicht. Klare, gemeinsam erarbeitete Regeln helfen, ein respektvolles und sicheres Umfeld zu schaffen. Natürlich gibt es Regeln, die von der Schule vorgegeben werden. Wenn aber die Klasse gemeinschaftlich ihre eigenen Regeln erarbeiten und festlegen darf, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese auch eingehalten werden.

    Indem Lehrer und Schüler gemeinsam an einer positiven Klassengemeinschaft arbeiten, können das Lernen und die persönliche Entwicklung für alle Beteiligten erheblich verbessert werden. Eine gute Klassengemeinschaft sollte daher immer das Ziel sein.

     

  • Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

    Eine anstehende Gehaltsverhandlung bereitet einigen immer wieder Kopfschmerzen. Dabei ist es in vielen Unternehmen üblich, dass Mitarbeitende mindestens einmal im Jahr Gespräche mit den Vorgesetzten führen. Personalgespräche, Mitarbeitergespräche, Jahresgespräche. Beurteilungen – die Namen sind vielfältig, der Inhalt häufig ähnlich. So wird das vorherige Jahr noch einmal beleuchtet, welche Dinge sind gut gewesen, wo gibt es Möglichkeiten zur Verbesserungen, was sind die Ziele des Mitarbeiters und wo kann das Unternehmen dabei unterstützen.

    Auch eine Gehaltsverhandlung wird in diesem Rahmen gern geführt. Doch wie bereitet sich man sich auf ein Gespräch vor, von dem man sich erhofft, im Anschluss ein höheres Gehalt, mehr Freizeit oder einen größeren Bonus zu erhalten?

    1. Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung

    Bereite dich gut auf deine Gehaltsverhandlung vor: Recherchiere, welches Gehalt und Zusatzleistungen andere Fachkräfte in ähnlichen Positionen verdienen und welche Gehaltsspannen in deiner Branche üblich sind.

    2. Schätze deine Leistung ein

    Analysiere deine Leistungen: Mach dir bewusst, welche Erfolge und Fortschritte du in deinem aktuellen Unternehmen erzielt hast und wie du zur Wertschöpfung beiträgst. Am besten sammelst du konkrete Beispiele, die du in deiner Gehaltsverhandlung aufführen und anhand derer du deine Aussagen bekräftigen kannst.

    3. Bleib realistisch mit deiner Gehaltsforderung

    Natürlich ist eine Gehaltsanpassung von mehreren Tausend Euro toll, aber in den meisten Jobs wohl eher unwahrscheinlich. Finde heraus, was objektiv betrachtet in deiner Gehaltsverhandlung wirklich realistisch ist und setze dein Ziel entsprechend. Überlege dir im Vorfeld, welches Gehalt du anstrebst und leg eine konkrete Zahl fest. Bedenke dabei neben deinen individuellen Leistungen auch die allgemeinen Gehaltsstandards in deiner Branche.

    4. Sei überzeugend in deiner Gehaltsverhandlung

    Präsentiere deine Argumente überzeugend: Sei darauf vorbereitet, deine Leistungen und Ziele während des Gesprächs deutlich darzulegen. Begründe deine Gehaltsforderungen mit konkreten Daten und Fakten.

    5. Künftiges Engagement in der Gehaltsverhandlung betonen

    Betone deine Motivation und Engagement. Zeig deinem Arbeitgeber, dass du bereit bist, dich auch weiterhin mit vollem Einsatz für das Unternehmen einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen, wenn du in einer Gehaltsverhandlung bist.

    6. Es muss nicht immer (nur) Geld sein

    Neben einer Erhöhung deines Gehaltes kannst du auch Zusatzleistungen verhandeln. Das könnten Versicherungen, Boni, Weiterbildungen oder flexible Arbeitszeiten bzw. mehr Urlaubstage oder eine Home Office Regelung sein, je nachdem, was dir wichtig ist. Auch kannst du versuchen, bei gleichbleibendem Gehalt weniger Arbeitsstunden zu erreichen. Informier dich vorab, welche Möglichkeiten in deiner Branche allgemein und in deinem Unternehmen im Speziellen üblich sind und mache dir Gedanken, was dir (besonders) wichtig ist.

    7. Respekt & Selbstbewusstsein im Mitarbeitergespräch

    Tritt in deiner Gehaltsverhandlung selbstbewusst, aber nicht arrogant auf und bleibe immer respektvoll. Bleib höflich und freundlich, auch wenn du auf Widerstand stoßen solltest.

    8. Kompromisse während der Gehaltsverhandlung

    Eine Verhandlung ist ein Geben und Nehmen. Sei daher offen für Alternativen, falls dein Arbeitgeber nicht in der Lage ist, deine Gehaltsvorstellungen vollständig zu erfüllen.

    9. Gegenangebot – Schlaf drüber

    Bevor du ein Angebot deines Unternehmens annimmst, prüfe es. Bevor du mit deiner Unterschrift dem Vorschlag zustimmst, nimm dir die Zeit, das Angebot sorgfältig zu prüfen. Achte auf Vertragsdetails, Nebenvereinbarungen und eventuelle Nachteile für dich.

    10. Positiv bleiben – auch nach der Gehaltsverhandlung

    Bleib positiv: Selbst wenn deine Gehaltsverhandlung nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, bewahre einen positiven Eindruck. Dies kann dir in zukünftigen Verhandlungen nutzen und zudem das Arbeitsklima positiv beeinflussen.

     

    Welche Ziele setzt du dir für deine nächste Gehaltsverhandlung?

  • Aktives Zuhören – so geht´s

    Aktives Zuhören ist eine wichtige Fähigkeit, die uns dabei hilft, effektiver zu kommunizieren und bessere Beziehungen aufzubauen. Es geht beim aktiven Zuhören darum, dem Gesprächspartner mit vollem Fokus und Aufmerksamkeit zuzuhören, ohne dabei abzuschweifen oder voreilige Schlüsse zu ziehen. In diesem Blogbeitrag werden wir uns genauer mit der Kunst „aktives Zuhören“ befassen und wertvolle Tipps teilen, wie du diese Fähigkeit entwickeln kannst.

    Aufmerksamkeit beim Zuhören auf den Gesprächspartner richten

    Aktives Zuhören beginnt damit, die eigene Aufmerksamkeit bewusst auf den Gesprächspartner zu lenken. Schaffe eine Umgebung ohne Ablenkungen und konzentriere dich vollständig auf das Gesagte. Durch Blickkontakt und nonverbale Signale kannst du dem anderen zeigen, dass du präsent und interessiert bist.

    Zuhören und gerne Verständnisfragen stellen

    Um sicherzugehen, dass du die Aussagen deines Gesprächspartners richtig verstanden hast, ist es wichtig, Verständnisfragen zu stellen. Dadurch verdeutlichst du nicht nur dein Interesse, sondern gibst deinem Gegenüber auch die Möglichkeit, seine Gedanken weiter auszuführen und Missverständnisse zu klären.

    Aktives Wiederholen während dem Zuhören

    Eine effektive Methode des aktiven Zuhörens ist das Wiederholen des Gehörten in deinen eigenen Worten. Das zeigt dem Gesprächspartner, dass du wirklich zugehört hast und hilft dir selbst dabei, das Gehörte zu verarbeiten und zu verinnerlichen. Durch diese Technik wird die Kommunikation vertieft und Missverständnisse minimiert.

    Empathie zeigen während dem Zuhören

    Emotionale Empathie spielt beim aktiven Zuhören eine große Rolle. Versuche, dich in die Lage deines Gesprächspartners zu versetzen und dessen Gefühle nachzuvollziehen. Indem du Mitgefühl zeigst und seine Perspektive respektierst, stärkst du die Verbindung zwischen euch und schaffst eine offene und vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. Dein Gesprächspartner wird merken, dass du dir im Moment wirklich Zeit zum Zuhören nimmst.

    Zuhören und urteilsfrei bleiben

    Während des aktiven Zuhörens ist es wichtig, jegliche Vorurteile und voreilige Schlussfolgerungen beiseitezulassen. Gib deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, seine Gedanken frei auszudrücken, ohne dass du diese vorverurteilst oder bewertest. Akzeptiere die Meinungen und Ansichten des anderen, auch wenn sie von deinen eigenen abweichen.

    Zusammenfassung nach dem Zuhören und Feedback zum Gehörten

    Um zu zeigen, dass du aktiv zugehört hast, kannst du das Gesagte am Ende des Gesprächs zusammenfassen. Dies ermöglicht es beiden Parteien, sicherzustellen, dass die Kernpunkte verstanden wurden und nichts Wichtiges übersehen wurde. Zusätzlich kannst du konstruktives Feedback geben und deine eigenen Gedanken und Meinungen einbringen.

    Aktiv Zuhören lohnt sich

    Aktives Zuhören erfordert Übung und Geduld, aber die Vorteile sind immens. Indem du deine Zuhörfähigkeiten entwickelst, wirst du nicht nur besser in der zwischenmenschlichen Kommunikation, sondern auch in beruflichen Situationen wie Verhandlungen oder Teamarbeit. Also nimm dir Zeit, um bewusst zuzuhören und übe diese wertvolle Fähigkeit – du wirst die positiven Veränderungen schnell bemerken!

    In diesem Blogbeitrag haben wir die Grundlagen des aktiven Zuhörens beleuchtet und wertvolle Tipps geteilt, wie du diese Fähigkeit entwickeln kannst. Indem du dem Gesprächspartner deine volle Aufmerksamkeit schenkst, Verständnisfragen stellst und empathisch bleibst, kannst du eine tiefere Verbindung aufbauen und effektiver kommunizieren. Also worauf wartest du noch? Nutze die Kraft des aktiven Zuhörens und erlebe die transformative Wirkung in deinem Leben.

  • Nonverbale Kommunikation & ihre Bedeutung

    Paul Watzlawick stellte fest, dass es nicht möglich sei, nicht zu kommunizieren. Gemeint ist damit nonverbale Kommunikation. Denn nicht nur mit Worten wird kommuniziert, sondern auch mit Gestiken, Mimik, Körperhaltung, der Tonalität der Sprache, Blicken. Außerdem ist auch der Abstand, den wir zu unserem Gesprächspartner einhalten – oder nicht – ein Teil unserer Kommunikation.

    Nonverbale Kommunikation sind die Botschaften, die wir mittels unserer Körpersignale senden, auch wenn wir schweigen.

    Und diese Art Kommunikation macht einen großen Anteil der Aussagekraft aus. Denn geht es nach dem Psychologen Albert Mehrabian, vermitteln wir lediglich 7 Prozent einer Nachricht tatsächlich über den Inhalt. 38 Prozent werden über die Stimme und 55 Prozent über die Körpersprache weitergegeben.

    Was ist Kommunikation?

    Kommunikation gilt als soziale Interaktion, mit dem Ziel eines Austauschs von Informationen, um sich neues Wissen anzueignen, Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen oder ein besseres Verständnis für andere zu erlangen.

    Kommunikation bildet somit die Grundlage unseres Seins.

    Während wir heute in der Lage sind, über die Sprache zu kommunizieren, war das nicht immer möglich. Statt Sprache gab es Laute und statt Sätzen gab es Körpersprache.

    Und diese Körpersprache findet meist unbewusst statt. Sie wird über die Sinneswahrnehmung vermittelt, heißt über Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken. Die Summe dieser Eindrücke ergibt die beim Empfänger ankommende Botschaft.

    Arten nonverbaler Kommunikation

    Es gibt verschiedene Arten nicht-verbaler Kommunikation. Alle zusammen vermitteln dem Empfänger eine Botschaft.

    Nonverbale Kommunikation durch die Körperhaltung

    Durch die Art wie wir Gehen, unseren Kopf halten oder unseren Körper positionieren senden wir Botschaften an unser Gegenüber. Ein schräg geneigter Kopf, hängende Schultern oder eine federnde Gangart senden verschiedene Informationen an unseren Gesprächspartner.

    Mimik als Teil der der nonverbalen Kommunikation

    In unserem Gesichtsausdruck spiegelt sich in der Regel unser aktuelles Gefühl. Botschaften können wir bei unserem Gegenüber über die Mundwinkel, die Augen und die Augenbrauen, sogar über die Nase erkennen.

    Kommunizieren mittels Gestik

    Auch senden wir Botschaften über unsere Gestik. Damit sind die Bewegungen von Kopf, Armen und Händen gemeint. Sind die Arme etwa vor der Brust verschränkt oder verschwinden die Hände in der Hosentasche sagt das vieles aus.

    Blickverhalten – Blicke sagen mehr als Worte

    Unsere Blicke vermitteln dem Gesprächspartner ebenfalls viele unbewusste Informationen. Wird der Blickkontakt aufrechterhalten oder doch eher vermieden? Ist der Blick gerade oder gesenkt? Wird mit den Augen gerollt? All das sind Informationen, die beim Empfänger eine Botschaft auslösen.

    Taktilität als Kommunikationsmittel

    Zur Tatktilität gehören etwa Umarmungen oder ein Händedrück – Berührungen der Gesprächspartner, denen ebenfalls eine Aussagekraft inne ist.

    nonverbale Kommunikation durch persönlichen Habitus

    Hinzu kommen Merkmale unser Gesamterscheinungsbild betreffend. Dazu gehören die Kleidung, Schmuck und Frisur, aber auch Statussymbole und typische Gesten.

    Interpersonaler Raum als Informationsquelle über Beziehungsstatus

    Auch die Distanz, die Gesprächspartner zueinander aufweisen, gibt Aufschluss über deren Beziehung zueinander. Die engsten Freunde und Familie etwa befinden sich in der intimen Zone, das heißt in einem Abstand von bis zu 0,6 Metern. Der persönliche Raum, mit einem Abstand von 0,6 bis 1,6 Metern ist Freunden und Kollegen vorbehalten, während sich in der sozialen Zone Menschen in der Straßenbahn oder der Gastronomie bewegen. Ab 3,6 Meter beginnt die öffentliche Zone, die auf Fremde schließen lässt.

    Paraverbale Kommunikation

    Zu diesen nonverbalen Botschaften kommt die paraverbale Kommunikation. Das sind die Stimmeigenschaften, die etwa ein Drittel der nicht-verbalen Sprache ausmacht. Dazu zählen die Geschwindigkeit des Sprechens, die Stimmlage und Tonfall, die Sprechmelodie und Betonungen sowie die Lautstärke der Stimme.

    Diese Parabeln sind am schwierigsten zu kontrollieren, weswegen ihnen bei der nonverbalen Kommunikation eine solch hohe Bedeutung zugeschrieben wird.

    Die Wichtigkeit nonverbaler Kommunikation

    Über die Botschaften, die wir nicht sagen, geben wir Aufschluss über unseren inneren Zustand. Worte werden bewusst und damit kontrolliert gewählt, wohingegen verbale und paraverbale Kommunikation eher unbewusst geschieht. Daher ruft eine Inkongruenz zwischen verbaler und nicht-verbaler Kommunikation beim Gesprächspartner immer Zweifel hervor. Zweifel an den Worten.

    Auch sind es die nonverbalen Signale, die unserem Gegenüber dazu dienen, sich innerhalb der ersten Sekunden des Aufeinandertreffens ein Bild von unserer Persönlichkeit zu erstellen. Ist der Gesprächspartner etwa nach vorne gebeugt und hält seinen Kopf etwas geneigt, vermittelt das Interesse, während ein abgewandter oder nach hinten gelehnter Körper von Desinteresse zeugt. Aufrichtiges Lächeln zeigt Sympathie, eine aufrechte Körperhaltung Selbstbewusstsein und hängende Schultern Unsicherheit.

    Unbewusst und innerhalb von Sekunden vermitteln wir durch diese Signale eine Botschaft, die der Kommunikationspartner zu einem Bild unserer Persönlichkeit und unseres Sozialstatus zusammensetzt und darauf entsprechend reagiert. Dadurch wird der Sender-Empfänger-Kreis geschlossen.

    Körperhaltung und damit das von uns selbst vermittelte Bild können wir beeinflussen.

    Die amerikanische Sozialpsychologin Amy Cudde hat herausgefunden, dass so genannte Sieger- oder High-Power-Posen einen erhöhten Testeron-Spiegel, ein Zeichen für ein höheres Selbstbewusstsein, sowie einen reduzierten Chortisol-Spiegel, ein Zeichen für ein niedriges Stresslevel, mit sich bringen. Die Studie konnte zwar nicht eindeutig bestätigt werden, doch eine Metastudie ergab, dass derartige Siegerposen sich dennoch positiv auf unsere Selbstsicherheit auswirken können.

    Interpretation nonverbaler Sprache

    Um die Ausdrücke lesen zu können, nutzen Experten das FACS – Facial Coding System. Dieses beinhaltet sieben Basis-Gefühle: Freude, Angst, Ekel, Trauer, Abwertung, Ärger und Überraschung. Eine allgemeine Definition von nonverbalen Signalen gibt es aber nicht. Sie hängt immer vom Kontext sowie den persönlichen Filtern des Empfängers ab.

    Beispielsweise ein Lächeln. Ein Lächeln hat bei einem Date eine vollkommen andere Bedeutung als auf einer Trauerfeier.

    Doch nicht nur der Kontext ist beim Lesen des Gesichtsausdrucks und anderer nonverbaler Kommunikationsoptionen entscheidend.

    Geschlechterspezifische Kommunikation

    Auch das Geschlecht ist ein wichtiges Merkmal. Denn Männer und Frauen weisen zum Teil deutliche Unterschiede in ihrem Kommunikationsverhalten auf.

    Männer legen in der Regel mehr Wert auf die verbalen Inhalte, zudem ist ihre Mimik eher minimalistisch ausgeprägt, während ihre Gestik viel Raum einnimmt. Frauen kommunizieren mehr, genau genommen fünfmal intensiver, über ihre Körpersprache und sind in der Lage, die nonverbalen Signale besser zu deuten. Sie zeigen ihre Gefühle über ihre Mimik, wodurch sie auf der einen Seite eine höhere Verletzbarkeit aufweisen, auf der anderen Seite aber auch mehr emotionale Intelligenz, Nähe und Freundlichkeit ermöglichen.

    Kulturspezifische Kommunikation

    Des Weiteren gibt es kulturelle Unterschiede. Je nach Kulturkreis gelten andere Regeln die Kommunikation betreffend, was die interkulturelle Kommunikation nicht immer leichter gestaltet.

    So gilt das in Deutschland für eine Zustimmung stehende Kopfnicken in Griechenland und Bulgarien etwa für „nein“, während dort die Zustimmung mittels eines Kopfschüttelns ausgedrückt wird.

    Auch die Distanzzonen variieren. In Lateinamerika und arabischen Ländern ist ein geringerer Abstand üblich als in Mitteleuropa.

    In Südeuropa und Lateinamerika wird deutlich mehr Wert auf Berührungen, Mimik und Gestik innerhalb der Kommunikation gelegt als es das in mitteleuropäischen und skandinavischen Ländern der Fall ist.

    Anwendung nonverbaler Kommunikation

    Entsprechend der Aussage, dass wir nicht nicht kommunizieren können, findet Kommunikation also immer statt.

    Kommunikation im Business

    Die nonverbale Sprache spielt auch im Geschäftsleben eine große Rolle. Einflussreiche Menschen trainieren ihre Körpersprache und sind so mitunter in der Lage, Gespräche, Präsentationen und Vorträge positiv zu beeinflussen. Das geschieht mit Hilfe einer aufrechten Körperhaltung, eines entschlossenen Auftretens, der Situation angepasster Kleidung und einem angemessenen Blickkontakt. Aufrichtiges Lächeln in bestimmten Momenten, Betonung wichtiger Aussagen und entsprechende Gestiken verleihen dem Gesagten den gewünschten Effekt. Sprechpausen bekräftigen den vorangegangenen Satz und geben dem Zuhörer Zeit, die Worte wirken zu lassen.

    Wer im Kundenkontakt oder bei Bewerbungsgesprächen in der Lage ist, die Signale des Gegenübers zu verstehen und die eigenen zu steuern, hat gute Chancen, das Gespräch zu seinen Gunsten zu entwickeln.

    Kommunikation mit Demenzpatienten

    Wer schon einmal mit einem dementen Menschen zu tun hatte, hat sicherlich den Tipp erhalten, vielmehr nonverbal mit diesem zu kommunizieren. Die Fähigkeit, Körpersignale und Stimme zu verstehen, sind weitaus ausgeprägter als das Können, Wörtern einen Sinn zu geben. Demenzkranke erkennen tiefe und ruhige Stimmen als freundlich, während hohe und schrille Aussagen eher als aggressiv wahrgenommen werden und den Patienten beunruhigen oder gar verängstigen können.

    Menschen, die an Demenz leiden, reagieren sensibel auf die Signale ihres Gegenübers und sind schnell in der Lage, ein echtes von einem aufgesetzten Lächeln zu unterscheiden. Selbst bringen sie ihre Emotionen klar und offen zum Ausdruck.

    Nonverbale Kommunikation im Marketing

    Um eine positive Assoziation mit einem Produkt oder einer Dienstleistung herzustellen, werden im Marketing Bilder, Gestiken, Mimik, Formen und Farben genutzt und mit Emotionen und Werten untermalt.

    So suggeriert die glückliche Familie Freude, starke Männer Macht und ein verführerischer Blick Sex-Appeal. Wichtig ist dabei, dass die Kommunikation hinsichtlich Angebot, Anbieter und Zielgruppe übereinstimmt.

    Körpersignale besser deuten können

    Du möchtest die Signale der anderen gerne besser deuten können? Dann schaue dir beispielsweise einen Filmausschnitt an, den du noch nicht kennst. Lasse den Ton aus und beobachte die Darsteller. Wie ist ihre Haltung, wie gestikulieren sie, was verrät ihre Mimik?
    Nachdem du über Handlung und Körpersprache der Darsteller deine eigene Interpretation der Situation herausgearbeitet hast, überprüfst du deine Theorie mit dem Ton des Films. Hattest du recht? Wo kannst du noch aufmerksamer werden und dich verbessern?

  • Bewertung anderer Menschen – warum tun wir das?

    Bewertung von Situationen, Dingen und Personen – ein Großteil unseres Alltags machen Bewertungen aus. Wir alle bewerten. Und das ist erst einmal auch gut so.

    Denn eine Bewertung ist mitunter lebenswichtig:

    • Wie schnell fährt das Auto, vor dem wir die Straße überqueren möchten?
    • Sind die Pflanzen, die wir da essen möchten, giftig?
    • Meint es ein Mensch gut mit uns oder möchte er uns etwas anhaben?

    Derartige Bewertungen führen zu unseren Entscheidungen. Und das ist gut so.

    Wenn wir aber die Entscheidungen von anderen Menschen – bezüglich ihrer Optik, ihres Kaufs oder ähnlicher individueller, persönlicher Vorgehensweisen – bewerten, ist das nicht lebenswichtig. Weder für uns selbst noch für den anderen.

    Ganz im Gegenteil: Das Gegenüber können wir schnell durch eine solch unbedachte Bewertung kränken oder verletzen.

    Sobald wir in eine Situation kommen, sind wir versucht, diese zu bewerten. Sei es die Frisur unseres Gegenübers, die wir nicht nur als neu erkennen, sondern auch mit einer Bewertung belegen: Sei es das neue Auto oder die neue Wohnung, wozu wir nicht nur Glückwünsche aussprechen, sondern häufig auch gleich noch Anmerkungen loswerden müssen.

    Kaum eine Situation in unserem Leben, die nicht von Außenstehenden bewertet und beurteilt werden.

    Wir alle bewerten, aber niemand mag es, bewertet zu werden.

    Eine Bewertung drückt uns einen Stempel auf, steckt uns in eine Schublade, typisiert uns. Dadurch fühlen wir uns eingeschränkt, ungesehen und unverstanden.

    Die oberste Regel könnte daher sein: Wenn du selbst nicht bewertet werden möchtest, dann bewerte auch selbst nicht.

    Klingt erst einmal einfach, ist es aber meist nicht. Bewertungen sind ein Impuls, und geschehen daher oft unbewusst.

    Diesem Impuls kannst du entgegensteuern, indem du einen Moment innehältst. Versetze dich gedanklich in die Person, die du bewerten möchtest, versuche deren Gefühle, Reaktionen und Interaktionen nachzuvollziehen.

    Warum bewerten Menschen andere Menschen und Situationen?

    Es gibt mehrere typische Gründe für das Bewerten anderer Menschen.

    Bewertung aufgrund eines geringen Selbstbewusstseins

    Ein Grund für das Bewerten anderer Menschen ist ein geringes Selbstbewusstsein des Bewertenden.

    Wer sich selbst nicht (bedingungslos) akzeptiert, ist auch nicht in der Lage, andere in ihrem Sein und mit ihren Entscheidungen zu akzeptieren. Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein werden jede Chance nutzen, um andere Menschen zu be- oder verurteilen.

    Wer häufig und heftig bewertet, nutzt dieses Vorgehen meist, um sich selbst in eine kontrollierende Position zu bringen. Dadurch fällt eine Verteidigung leichter.

    Nicht selten fallen die Bewertungen von anderen Menschen so aus, dass sie viel besser auf den Bewertenden zutreffen.

    Wenn also jemand einen anderen als „unsicher“ bezeichnet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Bewertende sich selbst unsicher fühlt.

    Die Bewertung ist der Versuch, die Kontrolle über den anderen zu bekommen und sich selbst als gegenteilig zu präsentieren. Sie projizieren also ihre eigenen Unsicherheiten in den anderen, um sich besser zu fühlen.

    Fehlende Empathie als Ursache für Bewertung

    Ein weiterer Grund für Bewertungen ist fehlende Empathie.

    Menschen, die sich schwer damit tun, sich in andere hineinzuversetzen, tun sich ebenfalls schwer damit, die Bedürfnisse, Fehler und vor allem auch Stärken anderer zu erkennen. Ihnen fällt das Bewerten anderer meist viel leichter als einem anderen Menschen gegenüber Respekt aufzubringen.

    Bewertung statt Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen

    Ein weiterer Grund sind die eigenen Emotionen des Bewertenden.

    Wer verletzt wurde, kann resilient reagieren und aus dieser Verletzung lernen und sich so weiterzuentwickeln.

    Wer hingegen nicht gut mit schmerzhaften Situationen umgehen kann, ist voller Groll und Missgunst und fühlt sich dadurch häufig genötigt, andere zu verurteilen, um nicht selbst verletzt zu werden. Die Bewertung des anderen dient hier dem Schutz vor der eigenen Verbitterung und den eigenen Sorgen.

    Statt einem respektvollen und offenen Umgang miteinander wird sich wie ein Miesmacher verhalten. Das ist schädlich und kann der Beziehung durchaus gefährlich werden.

    Wie am besten auf eine Bewertung reagieren?

    Wenn du dir bewertet vorkommst und sich das nicht gut anfühlt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du deinem Gegenüber das mitteilen möchtest. Häufig kommt es im Zuge einer solchen Unterhaltung zum Streit. Das muss aber nicht sein.

    • Atme stattdessen einmal tief ein.
    • Halte dir vor Augen, dass der Impuls, Situationen und andere Menschen zu beurteilen, menschlich und damit in jedem von uns vorhanden ist.
    • Sei dir nun bewusst, dass diese Bewertung nichts mit dir zu tun hat. Die Meinung des anderen definiert dich nicht, definiere du dich daher nicht selbst über dessen Meinung.
    • Wenn es dir wichtig ist, die Bewertung klarzustellen, tu das. Aber tu es nicht in der Situation, sondern erst später, mit Abstand.

    Bevor du andere beurteilst, überlege dir, ob du dich selbst so akzeptierst wie du bist. Sowohl deine Stärken als auch deine Schwächen.

    Wenn du dich selbst akzeptierst, stärkst du dein Selbstbewusstsein.

    Und mit einem starken Selbstbewusstsein ist es nicht notwendig, andere zu beurteilen.

    Bewertest du andere (noch)?