Kategorie: Selbstfürsorge & Resilienz
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Wenn das Fass leer ist – über Energie, ADHS und das, was uns durch den Tag trägt
Jeder Mensch startet in den Tag mit einem bestimmten Maß an Energie.
Man kann sich das wie ein Fass vorstellen:
Kein unendlicher Vorrat, sondern ein begrenztes Volumen, das sich im Laufe des Tages leert.Wie voll dieses Fass morgens ist, ist nicht zufällig.
Es hängt von vielen Faktoren ab:
⇒ Schlafqualität.
⇒ Körperliche Gesundheit.
⇒ Psychische Belastung.
⇒ Stresslevel.
⇒ Ernährung.
⇒ Hormone.
⇒ Reizumgebung.
⇒ und vieles mehr.Ein erholsamer Schlaf kann das Fass gut füllen.
Eine unruhige Nacht, Dauerstress oder Krankheit sorgen dafür, dass es schon morgens nicht voll ist.Und damit beginnt jeder Tag anders.
Die stillen Energiefresser im AlltagIm Laufe des Tages wird aus dem Fass geschöpft.
⇒ Bei jeder Entscheidung.
⇒ Bei jeder Aufgabe.
⇒ Bei jedem Gespräch.Auch Dinge, die harmlos wirken, kosten Energie:
⇒ Nachrichten beantworten
⇒ Termine koordinieren
⇒ sich konzentrieren
⇒ Reize ausblenden
⇒ Emotionen regulierenEin großer Anteil davon läuft unbewusst.
Für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist dieser Verbrauch oft deutlich höher.
Warum?
⇒ Weil mehr Reize gleichzeitig verarbeitet werden.
⇒ Weil Filtermechanismen anders arbeiten.
⇒ Weil Priorisierung mehr kognitive Energie benötigt.Das bedeutet:
⇒ Das Fass leert sich schneller – bei oft gleicher äußeren Belastung.
Energie auffüllen – was wirklich hilft (und was nicht für alle gilt)
Im Idealfall wird Energie nicht nur verbraucht, sondern auch wieder aufgefüllt.
Das kann auf unterschiedliche Weise passieren:
⇒ Schlaf und Ruhephasen
⇒ Bewegung
⇒ soziale Kontakte
⇒ Struktur und Planung
⇒ kreative Tätigkeiten
⇒ Rückzug und ReizreduktionWas dabei wichtig ist:
Nicht alles wirkt bei jedem gleich.
⇒ Während einige durch Ruhe auftanken,
brauchen andere Aktivität.⇒ Während soziale Interaktion manchen Energie gibt,
zieht sie bei anderen zusätzliche Energie.Energie ist kein Einheitsmodell.
Und Auffüllen ist kein Automatismus.
ADHS und Energie – warum Auftanken anders funktioniert
Bei ADHS ist das Energiemanagement oft unregelmäßig.
Ein zentraler Aspekt ist die veränderte Regulation von Neurotransmittern, insbesondere Dopamin.
Dopamin beeinflusst Motivation, Antrieb und die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu steuern.Das führt zu zwei scheinbar gegensätzlichen Zuständen:
⇒ Erschöpfung durch Alltagsanforderungen
Viele alltägliche Aufgaben sind kognitiv aufwendiger.
Das kostet kontinuierlich Energie.⇒ Hyperfokus
In bestimmten Situationen kann es zu einem Zustand intensiver Konzentration kommen.
Aufgaben werden dann über längere Zeit mit hoher Intensität bearbeitet.Das Problem:
Hyperfokus fühlt sich produktiv an – verbraucht aber oft große Mengen Energie auf einmal.
Pausen werden übergangen. Körpersignale ignoriert.
Das Fass wird in kurzer Zeit stark geleert, ohne dass es direkt auffällt.
Zusätzlich erschwert ADHS die bewusste Steuerung von Energie:
⇒ Übergänge zwischen Aufgaben kosten mehr Kraft
⇒ Selbstregulation ist anstrengender
⇒ Reizfilterung bindet Ressourcen
Wenn das Fass leer ist – und was dann passiert
Ist die Energie aufgebraucht, zeigt sich das selten nur als „Müdigkeit“.
Typische Folgen sind:
⇒ Reizbarkeit oder schnelle Überforderung
⇒ Konzentrationsprobleme
⇒ emotionale Instabilität
⇒ Rückzug oder Vermeidung
⇒ Entscheidungsunfähigkeit
⇒ körperliche ErschöpfungBei ADHS können diese Effekte verstärkt auftreten.
Hinzu kommt manchmal ein Phänomen, die sogenannte „ADHS-Paralyse“:
Ein Zustand, in dem Handeln trotz vorhandener Aufgaben kaum möglich ist.Wichtig:
⇒ Das ist nicht immer direkt an den Energielevel gekoppelt –
sondern auch an Überforderung, Reizdichte und innere Blockaden.
Energieschulden – wenn dauerhaft über die eigenen Grenzen gegangen wird
Viele Menschen kennen das: Man macht weiter, obwohl das Fass eigentlich leer ist.
Bei ADHS (und auch im Umfeld von Betroffenen, insbesondere bei Eltern von ADHS-Kindern) passiert das häufig.
⇒ Verpflichtungen bleiben bestehen.
⇒ Alltag muss funktionieren.
⇒ Erwartungen hören nicht auf.
⇒ Co-Regulation ist erforderlich.Also wird „geliehen“.
Energie des nächsten Tages.
Der nächsten Woche.
Vielleicht sogar noch länger.Kurzfristig funktioniert das.
Langfristig entsteht ein Schuldenberg.Und dieser macht sich bemerkbar:
⇒ anhaltende Erschöpfung
⇒ emotionale Überlastung
⇒ häufigerer Rückzug
⇒ erhöhte Reizempfindlichkeit
⇒ das Gefühl, dauerhaft hinterherzuhinkenIrgendwann kommt der Punkt, an dem nichts mehr geht.
Das Fass bleibt leer – egal, wie sehr man versucht, weiterzumachen.
Für das Umfeld wirkt das oft plötzlich oder unverständlich.
Für die betroffene Person ist es meist ein schleichender Prozess.
Verständnis – für sich selbst und andere
Ein funktionierender Umgang mit Energie beginnt nicht bei Disziplin.
Sondern bei Verständnis.
⇒ Zu erkennen, dass Energie begrenzt ist.
⇒ Dass Systeme unterschiedlich arbeiten.
⇒ Dass Verhalten oft ein Ausdruck von Zustand ist – nicht von Haltung.Für sich selbst bedeutet das:
⇒ Grenzen wahrnehmen
⇒ Signale ernst nehmen
⇒ Pausen nicht als Schwäche sehenFür andere bedeutet es:
⇒ Rückzug nicht persönlich nehmen
⇒ Unterschiede im Energiehaushalt akzeptieren
⇒ weniger bewerten, mehr nachfragen
Zum Mitnehmen
Jeder Mensch hat ein Fass.
Es ist unterschiedlich groß.
Es füllt sich unterschiedlich schnell.
Und es leert sich auf seine eigene Weise.Bei ADHS passiert vieles intensiver, schneller und weniger vorhersehbar.
Das verändert nicht den Wert eines Menschen.
Sondern nur die Art, wie Energie verfügbar ist.
Wenn du dich oder andere in diesen Beschreibungen wiedererkennst:
Sprich darüber.Verständnis beginnt oft genau dort,
wo man aufhört, alles alleine erklären oder aushalten zu müssen.Wenn du Unterstützung wünschst, melde dich.
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Inneres Kind heilen – 5 Tipps
Ein inneres Kind haben wir alle. Die Heilung unseres inneren Kindes ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem erfüllten und glücklichen Leben. Unser inneres Kind repräsentiert unsere Kindheitserlebnisse, Prägungen und Emotionen, die wir bis heute in uns tragen. Indem wir uns liebevoll um unser inneres Kind kümmern, können wir alte Wunden heilen und uns selbst tiefe emotionale Befreiung ermöglichen.
Hier sind 5 Tipps, wie du dein inneres Kind heilen kannst:
1. Achtsame Selbstreflexion für ein glückliches inneres Kind
Nimm dir regelmäßig Zeit, um dich mit deinem inneren Kind zu verbinden. Gehe in dich und erinnere dich an deine Kindheitserlebnisse. Wie hast du dich damals gefühlt? Welche Bedürfnisse wurden nicht erfüllt? Indem du dich achtsam damit auseinandersetzt, kannst du alte Wunden erkennen und sie liebevoll heilen.
2. Innere Dialoge
Führe liebevolle Gespräche mit deinem inneren Kind. Sprich ihm Mut zu, sei fürsorglich und unterstützend. Gib ihm die Liebe und Aufmerksamkeit, die dein inneres Kind in der Vergangenheit vielleicht nicht bekommen hat. Diese inneren Dialoge helfen dabei, alte Verletzungen zu heilen und das innere Kind zu stärken.
3. Kreative Ausdrucksformen für dein inneres Kind
Finde kreative Wege, um dein inneres Kind auszudrücken. Male, zeichne, tanze oder singe – alles, was dir Freude bereitet und dich mit deinem inneren Kind verbindet. Durch kreative Ausdrucksformen kannst du tief verankerte Emotionen zum Ausdruck bringen und sie transformieren.
4. Grenzen setzen – für dein inneres Kind und dich
Lerne, klare und gesunde Grenzen zu setzen. Oftmals wurden als Kinder unsere Grenzen nicht respektiert, was zu Verletzungen geführt hat. Indem du jetzt deine eigenen Grenzen definierst und einhältst, zeigst du deinem inneren Kind, dass es sicher und geschützt ist. Dies ermöglicht Heilung und eine gesunde Entwicklung.
5. Selbstfürsorge
Sei gut zu dir selbst und pflege dein inneres Kind, deine Bedürfnisse. Sorge für ausreichend Ruhe, Entspannung und Freude in deinem Leben. Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst und tu Dinge, die dir guttun. Indem du dich um deine eigene Bedürfnisse kümmerst, sorgst du auch für dein inneres Kind und förderst seine Heilung.
Die Heilung des inneren Kindes ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Doch wenn du dich liebevoll um dein inneres Kind kümmerst, wirst du eine tiefe innere Transformation erfahren und ein erfülltes Leben führen können.
Starte heute damit, dein inneres Kind zu heilen und spüre die positive Veränderung in deinem Leben. Du hast es verdient, glücklich und frei zu sein.
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7 Übungen für mehr Resilienz
Über eine ausgeprägte Resilienz zu verfügen, ist wichtig. Allgemein, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben, insbesondere in Bezug auf Mobbing und Cybermobbing. Doch nicht jeder Mensch hat das Glück, von Haus aus mi einer guten Resilienz ausgestattet zu sein. Das Gute: Jede:r kann seine Resilienz mit ein paar wenigen, aber sehr effektiven, Übungen erhöhen.Der erste Schritt zur Resilienz – dein Lächeln
Bist du eher ein pessimistisch denkender Mensch oder würdest du dich eher als optimistisch einschätzen? Jemand, der positiv denkt, denkt mehr in Chancen als in Herausforderungen und ist daher besser in der Lage, Lösungen zu finden. Auch kommen optimistische Menschen schneller ins Handeln als andere. Nun ist es aber nicht einfach mal so eben getan, seine vielleicht schon jahrzehntelange Einstellung zum Leben zu ändern und von einem Tag auf den anderen zum Optimisten zu werden, wenn das Leben vorher eher herausfordernd als lösungsorientiert gestaltet wurde. Aber du kannst mit deiner Körpersprache und deiner Körperhaltung deine Denkweise steuern. Du kannst dadurch den Optimisten in dir wecken. Probiere es aus: Direkt morgens, noch vor dem Aufstehen, lächle. Wenn du im Badezimmer bist und dich im Spiegel ansiehst, lächelst du dich wieder ein. Ein weiteres Mal lächelst du dich an, wenn du das Haus verlässt. Wenn dir ein Missgeschick passiert, lächle. Sagen andere Menschen seltsame Dinge – lächle (zumindest innerlich). Auf der Straße, wenn dir jemand entgegenkommt, lächle diesen Jemand an. Und abends, wenn du in deinem Bett liegst, lächelst du erneut. Und dann achte abends darauf, wie du dich fühlst.Mit einem täglichen Ziel zu mehr Resilienz
Zahlreiche Aufgaben liegen vor dir. Dein Chef möchte, dass du deine to-do-Liste abarbeitest und am besten schon gestern fertig bist, nachmittags wollen die Kinder zu ihren Terminen gebracht werden und die Partnerschaft benötigt auch Zeit. Dein:e beste:n Freund:in hast du schon ewig nicht mehr gesehen, alle Verabredungen verschiebst du immer wieder? Puh, das klingt ganz schön nach Stress. Nicht nur auf Grund einer Vielzahl von Aufgaben fühlen wir uns gestresst, sondern auch, weil wir die benötigte Zeit zur Erledigung häufig falsch einschätzen. Probiere es aus: Setze dich am Abend hin, nimm dir ein paar Minuten Zeit für dich und entscheide dich, welche eine Aufgabe du am nächsten Tag angehen möchtest. Überlege dir ein Motto für diesen neuen Tag, denke darüber nach, wofür du diesen neuen Tag nutzen möchtest. Setze dir ein klares Ziel für diesen einen Tag. Wenn du dabei ein bisschen aus deiner Komfortzone herauskommst, macht das nichts. So lernst du dich besser kennen und findest Dinge, die dich im Leben weiterbringen können. Am nächsten Abend setzt du dich erneut für ein paar Minuten hin und lässt diesen Tag Revue passieren. Ist der Tag wie geplant verlaufen? Hast du dich auf dein am Vortag festgelegtes Ziel konzentriert? Bist du ihm nähergekommen oder hast es vielleicht sogar erreicht? Wenn nicht, dann überlege dir, was die Gründe dafür sind und wie du es künftig anders machen kannst. Lege den Fokus bei deinen Überlegungen auf deine Erfolge.Probier´s mal mit Gemütlichkeit, mit Pausen und Gemütlichkeit
Ziele sind schön und Ziele sind wichtig. Aber permanentes Arbeiten und Anstrengen helfen dir nicht auf deinem Weg zu mehr Resilienz. Daher ist der nächste Tipp für viele sehr angenehm: Entspann dich öfter. Und dabei sind schon wenige Minuten vollkommen ausreichend. Probiere es aus: Plane in deinen Tagesablauf eine kurze Meditation ein, geh eine kleine Runde spazieren, mache Atemübungen oder vielleicht sogar einen Mittagsschlaf, wenn du die Möglichkeit dazu hast. So wie du vorher all deine Termine zu festen Bestandteilen deines Tages gemacht hast, gehst du auch mit deinen kleinen Auszeiten vor. Plane diese fest in deinen Alltag ein, so dass sie zu einer Selbstverständlichkeit werden. Erlaube dir dabei, verschiedene Methoden und Techniken auszuprobieren, um die für dich passende(n) zu finden. Außerdem höre in dich hinein und achte auf dein Frühwarnsystem. Nimm deine Bedürfnisse wahr und nimm sie ernst. Unser Körper sagt uns sehr deutlich, was er wann benötigt, wir müssen nur zuhören. Überlege dir daher, wann du wie und welche kleinen Auszeiten in deinen Alltag integrieren kannst. Vielleicht auf deinem Weg zur Arbeit? Oder nach Feierabend? Vielleicht aber auch zwischendurch? Und dann mache dir bewusst, womit du dir an den Wochenenden und im Urlaub etwas Gutes tun kannst. Was gibt dir mehr Kraft – das Meer oder die Berge? Bist du gerne im Wald und kannst dort wieder auftanken? Brauchst du Musik zum Abschalten oder fühlst du dich mit Stille wohler? Bist du eher ein aktiv-Entspanner oder fährst du besser beim Nichtstun herunter?Mehr Resilienz dank Krisenkompetenz
Krisenkompetenz. Das ist ein Wort, das zu Pandemiezeiten auch gerne genutzt wird. Kennst du es aber in Bezug auf deine Resilienz? Probiere es aus: Nimm dir ein leeres Blatt Papier und einen Stift. Male nun einen Zeitstrahl. Du beginnst bei deiner Geburt und endest am heutigen Tage. Auf diesem Zeitstrahl vermerkst du nun deine Krisen, alle großen und kleinen Krisen, die es in deinem Leben gab. Was hat dich traurig gemacht? Was hat dich verletzt? Was hat dich erschüttert? Ob das die Trennung deiner Eltern in deinen Kindertagen oder eine eigene Trennung ist, eine Krankheit, ein Jobverlust, der Tod eines Menschen – alle Herausforderungen, die du in deinem Leben bisher erlebt hast, führst du auf. Und dann versuche, diese Krisen und was zu ihnen geführt, sie verstärkt oder dein Gefühl intensiviert hat, zu verstehen. Anschließend konzentriere dich auf die Dinge, die dir in diesen Momenten Kraft gegeben haben und dich diese Krise meistern ließen. Beachte dabei innere Faktoren wie dein Wissen, deine Eigenschaften, deine Einstellungen, deine Handlungen und beachte äußere Faktoren wie deine Vorbilder, unterstützende Menschen in der jeweiligen Situation oder Informationen, die du erhalten hast. Notiere dir all diese stärkenden Faktoren auf deinem Blatt. Mache dir nun bewusst, inwiefern dich diese Ereignisse und Erlebnisse gestärkt haben. Gibt es ein Muster, quasi ein persönliches Erfolgsgeheimnis, das du nutzt? Das ist deine Krisenkompetenz. Je bewusster du dir ihr bist, desto schneller und effektiver kannst du in einer nächsten Krise agieren.Entscheidungen treffen baut Stress ab und damit Resilienz auf
Nicht jeder findet es gut, eine Wahl zu haben. Bist du entscheidungsfreudig? Dann wird dir diese Übung eher leichtfallen. Wenn du dir aber mit dem Treffen von Entscheidungen schwertust und sie daher lange vor dir herschiebst, führt das zu Stress. Und Stress verbraucht Energie. Denn solange du keine Entscheidung getroffen hast, wirst du die Optionen in Gedanken immer wieder durchgehen. Immer wieder werden Ängste und Unsicherheiten aktiviert. Erst, wenn du eine Entscheidung getroffen hast, wirst du dich entspannter fühlen. Probiere es aus: Nutze deinen Alltag und die darin vorkommenden Entscheidungen als Übung. Etwa in der Eisdiele. Wenn du Lust auf Stracciatella und Schokolade hast, dann nimm diese Kugeln, anstatt dich vor deiner Entscheidung noch mit den anderen Eissorten zu beschäftigen. Wenn dir nach einem Latte Macchiato ist, bestell ihn dir, anstatt die Kellnerin nach weiteren Optionen zu fragen. Beantworte Einladungen direkt mit ja oder nein, ohne die Entscheidung mit einem vielleicht auf die lange Bank zu schieben. Vielleicht merkst du, welche Entscheidungen dir schwerer fallen als andere. Freu dich über diese Erkenntnis und arbeite daran. Klare Entscheidungen helfen dir, Herausforderungen zu meistern oder gar nicht erst entstehen zu lassen.Dein Umfeld entscheidet mit über deine Resilienz
Erst sagt sie, man solle sich fragen, ob man selbst es wirklich wolle und dann sagt sie, dass das Umfeld für die eigene Resilienz mitentscheidend ist? Ja, tut sie. Sie erklärt es auch. In einer Studie der Psychologin Emmy Werner fand das Team heraus, dass Kinder trotz Herausforderungen ein gutes Leben entwickeln konnten, wenn sie mindestens eine vertrauensvolle Bezugsperson hatten. Diese vertrauensvolle Bezugsperson konnte ein Elternteil sein, es war aber nicht zwingend notwendig. Nachbarn, Verwandte, die Eltern von Freunden sind ebenso denkbar wie Lehrkräfte oder Freunde der Eltern. Als soziale Wesen tun andere Menschen uns einfach gut. Probiere es aus: Verbringe Zeit mit Menschen, die dir wichtig sind und die dir guttun. Menschen, bei denen du sein kannst, wie du bist. Lacht gemeinsam, sprecht über Dinge, die in eurem Leben passieren und seid füreinander da. Selbst, wenn es dir in diesem Moment nicht gutgeht, kann es sein, dass das Dasein für einen lieben Menschen dir dennoch Kraft und Selbstvertrauen gibt.Die Frage aller Fragen
Die Frage aller Fragen lautet nicht „Willst du (mich heiraten)?“, sondern sie lautet „Will ich (das)?“ Bei allen Dingen, die du in deinem Leben tust, frag dich das. Und zwar drei Mal. Warum drei Mal? Ganz einfach, weil du die Betonung der Fragestellung immer auf ein anderes Wort legst. Zuerst frag dich, WILL ich das? Möchtest du das tatsächlich? Als nächstes frag dich, will ICH das? Möchtest wirklich du das oder handelt es sich dabei vielleicht doch eher um den Wunsch eines anderen Menschen? Zuletzt frag dich, will ich DAS? Möchtest du tatsächlich genau das oder doch eigentlich etwas anderes? Probiere es aus: Wenn du in der nächsten Stresssituation steckst, du nicht weißt, was du tun sollst oder wenn du vor einer Herausforderung stehst, stell dir diese drei Fragen: WILL ich das? Will ICH das? Will ich DAS? Wann begibst du dich auf deinen Weg zu mehr Resilienz? -
Zeitinseln für mehr Entspannung
Die Tage sind hektisch, die Aufgabenliste umfangreich und dennoch hast du das Gefühl, nicht vorwärts zu kommen? Eine gute Möglichkeit, deine zur Verfügung stehenden 24 Stunden pro Tag sinnvoll zu nutzen, sind Zeitinseln.Was sind Zeitinseln?
Zeitinseln zu haben, bedeutet volle Konzentration auf eine bestimmte Sache. Es geht weg vom Multitasking und hin zum Fokus. Bei Zeitinseln wird sich auf jeweils nur eine einzige Sache besinnt:- Wenn ich ein Buch lese, dann lese ich ein Buch.
- Wenn ich einen Kaffee trinke, dann trinke ich einen Kaffee.
- Wenn ich einen Artikel schreibe, dann schreibe ich einen Artikel.
- Wenn ich ein Telefonat führe, dann führe ich ein Telefonat.
- Wenn ich mit den Kindern spiele, dann spiele ich mit den Kindern.
Zeitinseln in die Tagesplanung integrieren
Wenn du dir mit einer festen Einteilung leichter tust, plane dir deinen Tag entsprechend. Zeitinseln sind auch im Berufsleben eine gute Sache: Die erste Stunde deiner Arbeitszeit werden Mails bearbeitet und die sozialen Netzwerke gecheckt. Dann gibt es feste Zeiten für Projekte, aber auch Zeiten für Kaffeepausen. (Kennst du schon die 50-10 Regel?) Während einer solchen Kaffeepause trinkst du vielleicht einen Kaffee oder einen Tee, und siehst dabei zum Fenster raus. Kein Handy, kein Laptop, kein Telefonat. Nur du und deine Pause. Die Zeitinseln kannst du, wenn du möchtest, mit deiner Freizeit ebenso handhaben wie mit deiner Arbeitszeit: Plane die Zeiten für das Abholen vom Kindergarten ein, ebenso die Essenzeiten und Ausflugszeiten. Plane dir für alles, was du tun musst, kleine oder große Zeitinseln ein. Vergiss dabei nicht eine der wichtigsten Zeitinseln: die Me-time-Insel. Also die Zeit, in der es ausschließlich und nur um dich geht!Zeitinseln für Spontane
Fühlst du dich mit einer solchen Planung unter Druck gesetzt, handhabe es spontan. Weißt du (noch) nicht, was die bessere Herangehensweise für dich und deine Zeitinseln ist, teste es aus. Probiere es eine Woche mit Zeitinseln-Planung und eine Woche spontan. Je nachdem, womit du dich wohlerfühlst, behältst du bei. Manche mögen die grobe Planung, manche werden ganz konkret und wieder andere brauchen die Spontanität. Es ist alles gut und richtig – solange du dich damit wohl fühlst und alle deine Zeitinseln ihren Platz bekommen in deinem Tages- oder Wochenablauf. Wichtig ist, dass du regelmäßig und zuverlässig all deine Zeitinseln besuchst und dann auch mit Kopf, Herz und Körper dort bist. Und zwar nur dort. Stell dir eine Erinnerung, damit du an das Ende deines Zeitinsel-Besuchs erinnert wirst und nicht ständig auf die Uhr sehen musst. Alternativ orientierst du dich an Kirchenglocken oder anderen Signalen. Wenn du während deiner Zeit auf einer der Zeitinseln diese Zeit richtig nutzt – für dein Kind, für den Haushalt, für die Arbeit, notfalls auch für deine Sorgen, Ängste und Herausforderungen – wirst du merken, dass du mit der gleichen Zeit wie bisher zeitgleich effektiver und produktiver sowie entspannter sein wirst. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie du Zeitinseln in deinen Alltag integrieren kannst, buche einen der Workshops. -
Social Media Fasten
Ein einfacher, aber nicht zu verachtender Punkt im Bereich der mentalen Entspannung ist das mediale Detoxing. Das Fasten von sozialen Netzwerken. Einfach mal auf soziale Medien verzichten kann der Seele sehr guttun.Kein Social-Media: Geh offline!
Spätestens seit der Erfindung der Smartphones sind wir dauerhaft für alle erreichbar. Wir können nicht nur jederzeit Anrufe entgegennehmen, sondern auch via Mail, Messengerdiensten und sozialer Netzwerke kontaktiert werden. Hinzu kommt, dass wir außerdem dauerhaft auf die Informationen, die andere bereitstellen, Zugriff haben: Wir können ihre Profile aufrufen und sehen, was sie gepostet haben. Selbst von völlig fremden Personen können wir auf diesem Wege schnell und unkompliziert vieles in Erfahrung bringen. Kommentare zu öffentlichen Nachrichten können wir einsehen und vieles mehr. Leidet deine Stimmung auch hin und wieder unter dieser Vielfältigkeit und den ungefilterten Infos? Probiere mal aus, offline zu gehen. Sei nicht durchgehend erreichbar, log dich nicht in deine Accounts bei facebook, instagram und Co ein und kümmere dich um dich und das echte Leben. Ob mit Ankündigung oder ganz spontan, ob auf allen Netzwerken oder nur einigen, ob nur privat oder auch geschäftlich – all das ist deine ganz persönliche Entscheidung. Du wirst erstaunt sein, wie viel Zeit du auf einmal haben wirst und du wirst ebenso erstaunt sein, wie gute Laune du plötzlich haben wirst.Die Rückkehr in die sozialen Netzwerke
Und bevor es nach deiner Auszeit wieder in die sozialen Netzwerke zurückgeht, gehe deine Profile durch. Definiere deine Bubble, deine Medienblase, neu. Lösche Freunde und Profile, die dir kein gutes Gefühl geben. Nutze deine Einstellungen so, dass du nur noch Personen und Dinge zu sehen bekommst, die dir guttun. Das machst du beispielsweise, indem du Leuten entfolgst oder Seiten und Freunde – vielleicht auch nur vorübergehend – stumm schaltest. Der andere merkt davon nichts, du aber hast einen optimierten und auf dich und deine Bedürfnisse angepassten Feed. Du wirst merken, dass du weniger Druck verspürst, wenn… • da keine tollen Ausflugsbilder deiner Bekannten mehr sind, die dir ein schlechtes Gewissen machen. • du keine Corona-Spekulationen mehr mitbekommst, die dich (noch mehr) verunsichern. • keine penibel aufgeräumten Wohnung irgendwelcher Influencer-Muttis in deiner Timeline auftauchen, die dich nur das sehen lassen, was sie dich sehen lassen möchten. • es in deiner Bubble kein Bashing unter Eltern mehr gibt, wer was wie alles toll schafft. Am besten wäre es – im Sinne der Zeitinseln – dass du dir feste Social Media Zeiten nimmst. So bist du Herr(in) über deine Zeit und trotzdem online.Hast du das Social Media Fasten schon einmal ausprobiert?
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In 7 Schritten zu mehr Resilienz
Resilienz hilft uns, Krisen und Rückschläge leichter zu meistern. Aus schweren Zeiten gehen resiliente Menschen gestärkt und mit neuer Motivation hervor. Das ist im Berufsleben ein großer Vorteil, um Mobbing und Konflikte nicht zu nah an sich heranzulassen – aber auch privat ein wichtiger Faktor. Mit einer ausgeprägten Resilienz werden Optimismus und Zukunftsplanung gestärkt. Außerdem wird das Risiko einer stressinduzierten Erkrankung wie einer Depression oder einer Abhängigkeit, gemindert. Schon Kindern können wir mehr Resilienz mit auf ihren Weg geben, damit sie ihren Schulalltag bestmöglich bewältigen. Um bei Kindern diese Widerstandskraft aufzubauen, sind Kontakt zu Gleichaltrigen, aber auch ein Zuhause voller Wärme und Vertrauen, ehrlichem Interesse und Kontrolle notwendig. Die psychische Widerstandsfähigkeit ist erlernbar. Dein Weg dorthin führt über die folgenden sieben Schritte.1. Der erste Schritt zu mehr Resilienz ist die Selbstakzeptanz
Die Akzeptanz ist dabei so etwas wie die Bestandsaufnahme. Die Realität wird bewusst wahrgenommen, ohne sie zu bewerten. Hierbei geht es vor allem darum, zu verinnerlichen, dass es Dinge gibt, die nicht oder noch nicht geändert werden können. Nimm dich selbst, aber auch Erlebnisse und andere Personen, so an wie sie sind – und zwar unerheblich davon, ob du damit einverstanden bist oder nicht. Akzeptiere Fehler und Makel, um einen guten Zugang zu dir selbst und deinen Ressourcen zu fördern.2. Mehr Resilienz durch realistischen Optimismus
Resiliente Menschen können allen Situationen, selbst den schweren, noch etwas Gutes abgewinnen. Auf deinem Weg zur Resilienz geht es daher auch um eine positive Grundhaltung. Optimismus ist es, wenn du eher das halbvolle als das halbleere Glas siehst. Beim realistischen Optimismus bleibst du dabei zudem realistisch und beschönigst nichts.3. Zielorientierung wichtig für deine Resilienz
Auch verlieren resiliente Menschen nie ihren Fokus. Sie gehen bei Bedarf Umwege oder ändern die Bedingungen, behalten aber ihr Ziel zu jeder Zeit im Auge. Dieses Ziel verfolgen sie konsequent weiter, auch in Krisenzeiten.4. Mit Empathie zu mehr Resilienz
Empathie bedeutet, dass sich jemand in die Gefühle eines anderen hineinversetzen kann. Dieses Hineinversetzen ermöglicht es dir nicht nur, Verständnis für dein eigenes Verhalten aufzubringen, sondern auch angemessen auf das Verhalten anderer reagieren zu können.5. Emotionen steuern können baut Resilienz auf
Wer seine Emotionen steuern kann, ist in der Lage seine Gefühle wahrzunehmen. Wenn du deine Emotionen steuern kannst, bedeutet das, dass du Handlungsweisen in petto hast, mit Hilfe derer du dich selbst in stressigen Situationen wieder entschleunigen, fokussieren und beruhigen kannst.6. Deine Selbstwirksamkeit als Teil deiner Resilienz
Selbst schwierige Aufgaben und Herausforderungen können durch eigenes Handeln bewältigt werden. Wenn du über Selbstwirksamkeit verfügst, vertraust du darauf, es auch allein zu schaffen.7. Dein letzter Schritt zu mehr Resilienz ist die aktive Lösungsorientierung
Zu den wichtigsten Faktoren der Resilienz gehört die aktive Suche nach Lösungen. Wenn du über diesen Faktor verfügst, bist du in der Lage, Zusammenhänge von Problemen zu erkennen – du lernst aus deinen Fehlern und nimmst nicht mehr alles persönlich. Menschen mit keiner oder nur einer geringen Resilienz suchen die Schuld für Misserfolge häufig bei anderen, wodurch sie sowohl die Lösung als auch ihre Eigenverantwortung aus den Augen verlieren.Möchtest du wissen, wie du diese sieben Schritte zur Resilienz in deinen Alltag einbauen kannst, dann hol dir ein Ticket für einen meiner Kurse oder Seminare.
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Fokussiert arbeiten – warum Multitasking dich Zeit kostet
Multitasking – die Fähigkeit dazu gilt seit Jahren, vielleicht schon Jahrzehnten, als gute Eigenschaft für das Berufsleben. Wer multitaskingfähig ist, kann mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen und ist daher effizienter für das Unternehmen als die Menschen, die diese Fähigkeit nicht beherrschen. Multitasking – auch Mehrfachaufgabenperfomance genannt – beschreibt die Ausführung zweier oder mehrerer Aufgaben zur selben Zeit oder abwechselnd innerhalb kurzer Zeitabschnitte. Dabei sind die zu erledigenden Aufgaben voneinander unabhängig. Ein Beispiel könnte sein: Während einer Konferenz E-Mails beantworten.Bist du multitasking-fähig?
Wie sieht es bei dir aus: Bist du multitaskingfähig? Wie viele Aufgaben erledigst du gleichzeitig – im Büro und auch im Privatleben? Mal eben während des Anrufs eine Mail schreiben, in einer Online-Konferenz mal schnell durch die sozialen Netzwerke scrollen oder beim Autofahren mal eben kurz einen Anruf tätigen? Wie geht es dir damit? Hast du das Gefühl, dass dir das Zeit spart und du auf beide Aufgaben gleichermaßen konzentriert bist?Teste deine Schnelligkeit beim Multitasking
Dann habe ich jetzt höchstwahrscheinlich eine Überraschung für dich. Wie wäre es mit einem kleinen Test? Nimm dir einen Zettel, einen Stift und eine Stoppuhr zur Hand. Stoppe nun die Zeit, wenn du auf den Zettel schreibst: MULTITASKING FUNKTIONIERT NICHT. Stoppe anschließend die Zeit, wenn du auf deinen Zettel nochmals die gleichen Worte schreibst, und darunter pro Buchstaben eine Zahl: M U L T I T A S K I N G F U N K T I O N I E R T N I C H T 1 2 3 4 5 6 7 7 9 10 11 12 etc Stopp ein drittes Mal die Zeit. Jetzt aber schreibst du nicht erst die Buchstaben und anschließend die Zahlen, sondern dieses Mal schreibst du es abwechselnd: M – Zeile darunter 1 – U – Zeile darunter 2 – L – Zeile darunter 3 und so weiter. Wie lange hast du dafür gebraucht? Wahrscheinlich deutlich länger als bei der Variante, in der du erst alle Buchstaben und dann erst alle Zahlen geschrieben hast.Woran liegt das?
Das Gehirn benötigt etwas Zeit, um sich auf eine Aufgabe einzustellen. Hat es verstanden, dass du „Multitasking funktioniert nicht“ schreiben sollst, bist du in der Lage, diese Aufgabe konzentriert und schnell zu erledigen. Gleiches gilt, wenn die Aufgabe lautet, eine Zahlenfolge aufzuschreiben. Wenn du aber nun zwischen diesen beiden Aufgaben hin- und herwechseln musst, benötigt dein Gehirn jedes Mal erneut Zeit, sich auf die jeweilige Tätigkeit einzustellen. Sowohl bei der Buchstabenreihe als auch der Zahlenfolge musst du überlegen. Stimmt´s?Hokus Pokus, finde deinen Fokus
Was aber kannst du nun tun, um dennoch schnell und effizient gleichermaßen zu arbeiten? Das Zauberwort heißt Fokus. Welche Aufgabe du auch immer erledigst, konzentriere dich vollständig darauf. Logge dich aus dem Mailprogramm aus, schalte die sozialen Netzwerke auf stumm und lass das Telefon klingeln. Fokussiere dich auf diese eine Aufgabe. Stecke dir vorher einen zeitlichen Rahmen ab und diese Zeit bringst du vollständig nur für diese eine Aufgabe auf. Empfohlen wird dafür gerne die 50-10-Regel.Was ist die 50-10-Regel?
Eine Stunde hat 60 Minuten. Bei der 50-10-Regel arbeitest du 50 Minuten fokussiert an deinem Projekt. Ob das die Ausarbeitung einer Rede ist, die Vorbereitung auf ein Meeting oder Hausarbeit, spielt dabei keine Rolle. Du arbeitest 50 Minuten lang fokussiert an einer Aufgabe. Stell dir einen Timer, der dich daran erinnert, wenn diese Zeitspanne vorüber ist. Nun hast du 10 Minuten Pause. Du kannst dir einen Kaffee holen, deine sozialen Netzwerke checken oder träum dich an deinen Lieblingsplatz. Auch hier stell dir einen Timer. Nach deinen 10 Minuten Pause gehst du zurück an dein Projekt. Entweder führst du die vorherige Aufgabe fort oder du beginnst eine neue. Wichtig ist, dass du es fokussiert tust. Sitzt du in einem Büro mit deinem Chef, wird dieser es wahrscheinlich nicht gerne sehen, wenn du pro Stunde 10 Minuten Pause machst. Wenn du aber innerhalb der restlichen 50 Minuten konzentriert und fokussiert deine Aufgaben abarbeitest, wird auch die Führungskraft schon bald merken, dass du mit dieser Vorgehensweise effizienter bist, als wenn du mehrere Dinge gleichzeitig erledigst.50-10 bei Kindern
Selbst bei Kindern kannst du diese Regel – je nach Alter eventuell etwas angepasst – anwenden. Der Schulunterricht ist in Einheiten von je 45 Minuten getaktet. Nach zwei Einheiten haben die Kinder eine Pause. Du kannst also, sobald dein Kind in die Schule geht, die 50-10-Regel problemlos auch zuhause anwenden: zum Hausaufgaben machen, zum Zimmer aufräumen oder für sonstige Aufgaben. Wenn dein Kind noch jünger ist, passe die Konzentrationsphase dem Alter des Kindes an und steigere sie langsam. So hilfst du, Struktur in euren Tag zu bringen und bereitest dein Kind zeitgleich optimal auf die Schule vor.In welchen Bereichen wendest du die 50-10-Regel schon an?
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Entspannt als Ein-Eltern-Familie – so gelingt es in 4 Schritten
Wer ärgert sich manchmal über seine:n Ex? Wer wünscht sich, dass das Verhältnis zueinander entspannt ist? Wer sich manchmal in seinem Alltag mit den Kindern überfordert? Wer befindet sich manchmal an seiner Belastungsgrenze? In Deutschland leben 8 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. 19% davon sind Ein-Eltern-Familien. 90% der Alleinerziehenden sind Mütter. Und fast alle von ihnen fühlen sich mindestens hin und wieder mental überfordert, entspannt sind sie schon lang nicht mehr. Doch es gibt Möglichkeiten, deine Anspannung aus der Unzuverlässigkeit deines Ex-Partners herauszunehmen und dich so häufiger entspannt zu fühlen.Einheitliche Erziehungsmethode adé – entspannt geht trotzdem
Nach einer Trennung gestaltet sich die Erziehung des Kindes häufig noch schwieriger als zuvor.
Während man als Paar noch versucht einen gemeinsamen Nenner zu finden und in eine Richtung zu gehen, möchten nach einer Trennung beide Elternteile ihr Ding durchziehen. Das kann an die Substanz gehen. Muss es aber nicht.
Der erste Schritt auf deinem Weg zu einem entspannten Alleinerziehenden ist das Loslassen. Das Loslassen des Gedankens, dass ihr beide die gleichen Regeln aufstellen müsst, dass ihr beide die gleichen Werte vermitteln müsst. Schön – und entspannt – wäre es, natürlich. Aber einen Streit und damit deine Energie sollte es nicht wert sein.
Denk doch mal an Oma & Opa, die Kita oder Schule deines Kindes und seine Freunde und deren Eltern. Wo auch immer dein Kind seine Zeit verbringt, es weiß ganz genau, wo welche Regeln gelten, es weiß genau, wo es was darf und woran es sich zu halten hat. Das schafft das Kind auch bei Mama & Papa!
Entspannt bleiben – lass dich nicht provozieren!
Frisch getrennte Eltern, manchmal aber auch noch Jahre nach dem Ende der Beziehung, neigen gern dazu, sich gegenseitig schlecht zu machen, sich zu erpressen oder sich anderweitig zu provozieren. Wenn sich der eine nicht wie gewünscht verhält, untersagt der andere den Kontakt zu den Kindern oder ähnliche Aussagen sind in solchen Fällen keine Seltenheit. Ein entspanntes Miteinander ist in dieser Situation nicht möglich. Lass dich auf derartige Spiele nicht ein. Sei klar und deutlich in deiner Kommunikation, halte Absprachen am besten schriftlich fest und ziehe in schwierigen Situationen notfalls außenstehende mit in die Gespräche ein.Bleib entspannt – du wirst deine:n Ex nicht ändern
Eine weitere Option zu mehr Entspannung als Alleinerziehende:r ist die Erkenntnis, dass du deine:n Ex nicht ändern wirst. Was auch immer er oder sie sagt, tut und auch nicht tut, liegt nicht in deiner Hand. Wenn du dich aber darüber ärgerst, raubt es dir Energie. Energie, die du für andere, für wichtigere Dinge benötigst. Nimm den Charakter des anderen entspannt an und steht darüber.Entspannt bleiben – ärgere dich nicht über etwas, das du nicht ändern kannst
Die Schlussfolgerung daraus ist also: Ärgere dich nicht über Dinge – und Menschen – , die du nicht ändern kannst. Was auch immer dein:e Ex, tut, lass ihn oder sie machen. Wenn die Umgangspflichten nicht wahrgenommen werden oder die Zahlungsmoral beim Unterhalt zu wünschen übrig lässt, hole dir professionelle Unterstützung anstatt deine wertvolle Energie dafür aufzubringen. Diese Zeit kannst du besser in schöne Erinnerungen mit deinem Kind investieren – das entspannt zusätzlich.Entspannt genießen – verabschiede dich vom alles-ist-unfair-Gedanken
Eine Trennung ist niemals schön. Eine Trennung mit Kind ist zudem meist unglaublich schwierig. Denn jeder der sich trennenden Erwachsenen fühlt sich benachteiligt: Der eine muss aus der Wohnung ausziehen, der andere muss in dem vorher gemeinsam bewohnten Zuhause einen Neubeginn schaffen. Der eine hat viel Zeit mit den Kindern, der andere hat viel Zeit für sich. Der eine hat kaum Anteil am Alltag des Kindes, der andere hat kaum Zeit für sich. Finanziell sieht es bei beiden nicht rosig aus, doch sehen tut jeder nur seine Seite. Das Kind steht dabei mittendrin. Es versteht die Welt nicht mehr und es bekommt von beiden Elternteilen die Anspannung mit. Das kannst du ändern, indem du deine neue Situation annimmst. Richte deinen Fokus auf das Wohl des Kindes aus, deines Kindes. Das Kind kann nichts für die Trennung, die Streitigkeiten oder das an den Tag gelegte Verhalten. Dein Kind möchte Sicherheit, Liebe und … Eltern. Fokussiere dich auf dein Kind und die guten Seiten deines Elternparts. Wenn du dabei Unterstützung benötigst, begleite ich dich gerne im Rahmen eines individuellen Familiencoachings auf deinem Weg zu einem entspannten alleinerziehenden.Und bis dahin:
Lass den Gedanken an eine gemeinsame Erziehung los! Lass dich nicht provozieren! Ärgere dich nicht über deine:n Ex! Fokussiere dich stattdessen auf dich und dein Kind und denk daran:Alleinerziehend zu sein bedeutet nicht nur doppelt Arbeit, Stress & Tränen, alleinerziehend zu sein bedeutet auch doppelt so viel Küsschen, Umarmungen & Liebe!
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Schreibtherapie – so klappt es
Klassisch wird die Schreibtherapie in psychischen Krisen oder in Zusammenhang mit psychologischen Diagnosen wie Depressionen, Traumata oder Suchterkrankungen angewandt. Die Tipps gelten aber ebenso für biografisches Schreiben, beim kreativen Schreiben kann ebenfalls darauf zurückgegriffen werden.Warum Schreibtherapie?
Das Schreiben kann bei psychischen Blockaden bis hin zu Traumata unterstützend wirken. Grund dafür ist, dass – anders als beim Erzählen – keine direkte Reaktion auf das Geschriebene kommt. Keine Wertung, keine Tipps, nur ein von der Seele schreiben. Nur für sich selbst. Doch nicht immer weiß man, wie man anfangen soll oder man gerät im Laufe des Prozesses ins Stocken. Das ist nichts Schlimmes und schon gar nichts Außergewöhnliches. Ärgerlich aber kann es sein. Daher fasse ich hier einige Tipps zusammen, wie der Schreibfluss erhalten bleibt.Positive Effekte des Schreibens
- In erster Linie bringt Schreiben Ordnung und Klarheit in die Gedanken.
- Auch kann durch das schriftliche Mitteilen eine Distanz zu emotionalen Themen, die vielleicht auch noch viele Jahre nach dem Auftreten belastend sind, schaffen.
- Die Schreibtherapie kann zu einer Lösung innerer Konflikte beitragen, in dem die eigene Perspektive gewechselt wird.
- Schreiben befreit.
- Nicht nur in die Gedanken kann Klarheit gebracht werden, auch bisherige Verhaltensmuster und Glaubenssätze können dank des Schreibens gut erkannt und manchmal sogar aufgearbeitet und optimiert werden.
- Du bleibst beim Schreiben mit deinen Gefühlen und Gedanken in Verbindung.
- Das Ende (und auch der Verlauf) der Geschichte liegt in deinen Händen.
Allgemeine Tipps zur Schreibtherapie
- Schreibe per Hand. So wie damals in der Schule.
- Besorge dir schönes Papier oder ein (hochwertiges) Buch, bunte Stifte verschiedener Art und plane dir Zeit zum Schreiben ein.
- Gestalte dir für deine Schreibtherapie einen gemütlichen Platz, an dem du ungestört bist.
- Wenn du dir schwertust, deine Geschichte zu Papier zu bringen, erfinde einen Protagonisten, der deine Vergangenheit für dich nochmals erlebt. Schreibe aus dessen Sicht, nicht aus deiner. Dadurch schaffst du, insbesondere bei schwierigen Themen, Abstand. Wenn es notwendig ist, kannst du die Geschichte auf diese Weise auch neugestalten.
Tipps gegen Schreibblockaden
Wenn du dir ein festes Zeitfenster zum Schreiben gesetzt hast, ist es besonders ärgerlich, wenn in diesem Moment eine Schreibblockade einsetzt. Setze dich dennoch nicht selbst unter Druck, lass die Blockade zu:- Nimm einen Stift, der sich in diesem Augenblick gut anfühlt und male einfach auf einem Blatt herum. Kreise, Kringel, Schwungübungen – ganz egal. Hauptsache, das Blatt füllt sich mit Farbe.
- Überlege dir, was dir am heutigen Tag Schönes widerfahren ist. Was hat dich zum Lächeln gebracht? Worauf bist du stolz? Was hast du erreicht? Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.
- Du hast den Kopf voll mit tausenden von Gedanken? Du kannst dich nicht aufs Wesentliche konzentrieren? Dann schreibe diese Dinge auf. Verbanne sie aus deinem Kopf, indem du sie auf Papier bringst. So wirst du mit der Zeit wieder klarer und findest zurück zu deiner Konzentration.
- Reflektiere deinen Tag. Jeden Abend, ein paar wenige Minuten lang. Was ist passiert und wie bist du damit umgegangen? Spüre in dich hinein und sei wirklich ehrlich, außer dir selbst wird niemand deine Notizen zu sehen bekommen. Halte deine Gedanken, die dir wichtig erscheinen, fest, so dass du sie zu einem späteren Zeitpunkt ausarbeiten kannst. Die Grenzen hierfür setzt du dir selbst. Gehe soweit in deine Emotionen hinein, wie du es möchtest.
- Dir fehlen die (richtigen) Worte? Nutze Grafiken, einzelne Begriffe, Muster – was auch immer dir in den Sinn kommt und dir weiterhelfen wird, dich mit dem ursprünglichen Konflikt auseinandersetzen zu können.
Nimm dich ernst
Verschiebe die Zeitfenster des Schreibens nicht. Natürlich hast du viel zu tun und es gibt zahlreiche wichtige Dinge zu erledigen. Aber all diese Dinge können nicht annähernd so wichtig sein wie du selbst.- Gib deine für dich reservierte Zeit nicht für einen Einkauf, einen Hausputz oder etwas anderes her.
- Halte deine Verabredungen mit dir ein – und wenn es nur ein kleines Fenster von 5 Minuten am Tag ist.
Schreibübungen
Finde die für dich passende Schreibroutine(n). Probiere sie aus und versuche, welche Routine dir in welcher Stimmung am zugänglichsten ist. • Reflektiere abends 3 Dinge, die an diesem Tag besonders schön waren. • Notiere, was du gelernt hast oder was du künftig anders machen möchtest. • Schreibe dir die wichtigsten 3 Dinge auf, die du am nächsten Tag erledigen möchtest. Der Sinn dahinter ist Dankbarkeit und Achtsamkeit dir selbst gegenüber. Du lenkst dein Gehirn und deine Gedanken auf die positiven Erlebnisse. Diese Routinen bilden auch einen wunderbaren Abschluss nach einer biografischen oder sehr emotionalen Schreib-Session.Welche Tipps helfen dir, wenn du eine Schreibblockade hast?